Symptome einer Laktoseintoleranz – Was ist zu beachten? | LactoJoy Shop

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Symptome einer Laktoseintoleranz – Was ist zu beachten?

26 Jul, 2019

Ausprägung der Intoleranz

Bei einer primären Laktoseintoleranz treten verschiedene Symptome auf. Häufig führt die Intoleranz vor allem zu Verdauungsproblemen. Wie ausgeprägt die Beschwerden dann aber sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dies hängt davon ab, wie viel Laktase der Darm des Betroffenen überhaupt noch bildet und wie viel Milchzucker verzehrt wurde. Einige Betroffene wissen nicht einmal, dass sie einen Laktasemangel haben, da sich die Symptome in Grenzen halten. Andere reagieren schon auf kleine Mengen mit Beschwerden. Die genaue Schwelle, ab wann der Milchzucker zu Beschwerden führt, ist demnach auch unterschiedlich. Bei den meisten Menschen mit Laktoseintoleranz können etwa sieben bis zwölf Gramm Laktose bei einer Mahlzeit toleriert werden, ohne dass es zu Beschwerden kommt. Da aber jeder Mensch verschieden reagiert, ist die Schwelle bei manchen deutlich niedriger.

 

Symptome und Beschwerden einer primären Laktoseintoleranz

Die primäre Laktoseintoleranz ist die weltweit bekannteste und am häufigsten vorkommende Nahrungsmittelintoleranz, die auftreten kann. Die Symptome dieser Intoleranz zeigen sich auf verschiedene Weise. Diese Symptome nach dem Verzehr von Milchzucker treten oftmals schon nach 15 bis 30 Minuten auf. Spätestens treten sie aber nach zwei Stunden auf. Der Verzehr von Milch oder Milchprodukten führt dann zur Bildung von Gas im Darm. Diese geht oftmals einher mit einem Blähbauch, Blähungen und nicht zu selten Bauchkrämpfen. Bei einer Laktoseintoleranz ist zudem die Eigenbewegung des Darmes erhöht. Bemerkbar macht sich diese erhöhte Aktivität des Darmes durch hörbare Darmgeräusche oder auch durch Durchfall. Zudem sind auch Beschwerden wie Völlegefühle, Übelkeit, Erbrechen oder schmerzhafter Stuhldrang möglich. Das sind aber bei weitem nicht alle Symptome, die bei einer Laktoseintoleranz auftreten können. Es gibt auch Betroffene, die über Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Herzklopfen oder auch Muskel- und Gelenkschmerzen klagen. Diese Beschwerden allein können aber nicht als Indikator für eine mögliche Laktoseintoleranz angesehen werden, da sie zu unspezifisch sind. Bei einer primären Laktoseintoleranz kann entweder komplett auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden oder die Betroffenen nehmen Laktase-Tabletten. Laktase-Tabletten ersetzen das Enzym, welches die Laktose spaltet1.

 

Sekundäre Laktoseintoleranz

Eine Laktoseintoleranz in sekundärer Form unterscheidet sich von der primären Form. Bei einer sekundären Laktoseintoleranz liegt immer eine Grunderkrankung vor. Je nachdem welche Grunderkrankung bereits zugrunde liegt und wie weit die damit verbundene Aufnahmestörung von Milchzucker ist, kann es auch zu verschiedenen Nährstoffmängeln kommen. Zu diesen möglichen Mängeln gehören Kalziummangel, Eisenmangel und diverse Vitaminmängel. Eine sekundäre Laktoseintoleranz kann aber auch zu einem Mangel an benötigten Energieträgern, wie Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen führen. Zudem ist ein ungewollter Gewichtsverlust als Folge möglich, da der Körper nicht mehr richtig versorgt wird.

 

Milcheiweißallergie

Eine Laktoseintoleranz in jeglicher Form unterscheidet sich grundlegend von einer Milcheiweißallergie, auch Kuhmilchallergie genannt. Bei dieser Allergie reagieren Betroffene auf zwei verschiedene Arten des Eiweißes. Entweder auf Kasein oder Molkeneiweiß. Damit eine allergische Reaktion ausgelöst wird, reichen bereits 0,3 Milligramm des Milcheiweißes. Das bedeutet, dass nicht einmal ein einziger Tropfen Milch vertragen werden kann. Die Beschwerden treten in der Regel unmittelbar nach dem Konsum auf, aber können auch verzögert auftreten. Meist wird diese Allergie bereits im Kindesalter festgestellt. Die Symptome äußern sich durch Kribbeln im Mund, Juckreiz, Schwellungen der Schleimhäute, Hautekzeme und Magen-Darm-Beschwerden. Weitere Beschwerden sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder auch eine Kolik. Da es sich um eine Allergie handelt, können auch anaphylaktische Reaktionen auftreten. Dabei kann es zu Hautschwellungen, Nesselsucht oder auch Asthma-Anfällen kommen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. Für Betroffene einer Milcheiweißallergie gilt, dass sie komplett auf Nahrungsmittel, die das Eiweiß enthalten, verzichten müssen. Wichtig: Bei einer Milcheiweißallergie kann euch keine Laktase helfen. Personen, die ihre Allergie fälschlicherweise für eine Laktoseintoleranz halten und Laktase einnehmen, werden trotzdem die gleichen Beschwerden erleben.

 

1 Laktoseintoleranz: Neue Aspekte eines alten Problems. Dtsch med Wochenschr 2007; 132(12): 634-634

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