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Laktoseintoleranz bei Tieren

3 Oct, 2019

Menschen mit Laktoseintoleranz haben die Möglichkeit einfach auf Milch und Milchprodukte zu verzichten, aber sie können auch einfach Laktase-Tabletten nehmen, die bei der Verdauung des Milchzuckers helfen. Tiere haben diese Möglichkeit nicht. Dieser Artikel befasst sich mit Laktoseintoleranz bei Tieren und was zu tun ist, wenn dein Haustier keinen Milchzucker verträgt.

 

Tiere und Laktoseintoleranz

Wie ein Großteil der Weltbevölkerung vertragen auch viele Haustiere keinen Milchzucker. Der Grund dafür ist, dass wie bei Menschen mit Laktoseintoleranz, auch laktoseintoleranten Tieren das Enzym Laktase fehlt. Laktase sorgt für die Verdauung des Milchzuckers. Für gewöhnlich verlieren Säugetiere die Fähigkeit Laktose verdauen zu können, nach der Entwöhnung der Muttermilch. Nach dieser Entwöhnung sinkt die Fähigkeit der Spaltung des Milchzuckers auf etwa zehn Prozent. Bei den meisten Haustieren kommt es zu Durchfall, wenn mehr Milch oder Milchprodukte konsumiert werden, als die noch vorhandene Laktase spalten kann. Viele Menschen wissen nicht, dass Tiere laktoseintolerant sind, aber gerade die Tiere, die Milch besonders gerne trinken, haben oftmals Probleme damit sie zu verdauen.

 

Laktoseintoleranz bei Tieren - Beispiel Katzen

Erwachsene Katzen brauchen keine Milch für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Katzen sind reine Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem ist nicht von Natur aus darauf ausgerichtet, Milch und Milchprodukte zu verdauen. In freier Wildbahn würde eine Katze nie mit Milchzucker in Berührung kommen. Der Verzehr von Milch ist für Katzen reine Genusssache. Bei vielen erwachsenen Katzen kann der Konsum von Milch zu Beschwerden führen. Diese Beschwerden beinhalten die Bildung von Gas, Blähungen, Bauchschmerzen oder auch lose Darmtätigkeiten. Wenn diese Beschwerden immer wieder nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten auftreten, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Katze unter einer Laktoseintoleranz leidet.

Katzenhalter sollten sich zudem der Symptome einer Laktoseintoleranz bei ihrem Haustier bewusst sein, die sich durch das Verhalten der Katze zeigen. Neben den körperlichen Beschwerden durch eine Laktoseintoleranz, zeigen Katzen Symptome auch durch ihr Verhalten. Oftmals trinken sie dann eine Menge Wasser, weit mehr als gewöhnlich, da eine Laktoseintoleranz auch eine Austrocknung verursachen kann. Auch ungewöhnliches Verhalten wie das Gesicht auf dem Boden zu reiben oder ständiges Lecken der Pfoten können Anzeichen für eine Unverträglichkeit sein. Sobald diese Symptome als eine mögliche Laktoseintoleranz identifiziert wurden, sollten alle Milchprodukte aus der Nahrung der Katze entfernt werden. Die Verträglichkeit von Milchzucker ist unterschiedlich von Katze zu Katze. Einige Katzen haben keinerlei Probleme, wenn sie gelegentlich Milch trinken. Andere Katzen allerdings zeigen starke Reaktionen auf Milch und Milchprodukte.

 

Laktoseintoleranz bei Tieren - Beispiel Igel

In den Bereich Laktoseintoleranz bei Tieren fallen aber auch erstaunliche Vertreter wie etwa der Igel. Der gewöhnliche Speiseplan eines Igels besteht aus Würmern, Larven, Spinnen und Käfern. Somit sind die kleinen Gartenbewohner keine Vegetarier. Viele Menschen wissen dies allerdings nicht und füttern die nachtaktiven Tiere deshalb mit Obst und Gemüse. Dies kann Igel aber krank machen. Igel vertragen zudem auch keine Kuhmilch. Igel sind schwer laktoseintolerant. Schuld daran ist die Laktose, die sich in der Milch befindet. Sollte ein Igel trotzdem mit Milch gefüttert werden, können Durchfall und Erbrechen die Folge sein. Für gewöhnlich benötigen Igel nicht die Zufütterung durch Menschen. Selbst wenn ein junger Igel sehr klein ist und hilflos aussieht, sind sie meist selbstständig genug, um den Winter aus eigener Kraft zu überstehen. Ab einem Gewicht von 100 Gramm sind Igel in der Regel schwer genug, um sich selbst zu versorgen.

Leichter Igelnachwuchs sollte man nur dann ins Haus holen, wenn sich die Mutter über eine längere Zeit nicht um den Nachwuchs gekümmert hat. Auch sollte darauf geachtet werden, dass sich die Igel im Haus wohl fühlen. Dies gelingt am besten, wenn sie einen kühlen Kellerraum bei unter 6 Grad bewohnen. Nur so kann der Igel auch seinen Winterschlaf halten. Bis das aber geschehen kann, sollte der Igel mindestens 600 Gramm wiegen. Damit der Igel auch auf dieses Gewicht kommen kann, muss es entsprechend gefüttert werden. Am besten sind dafür die Fütterung mit Würmern, Rührei und Katzenfutter. Dazu sollte der geneigte Igel Helfer ein Schälchen Wasser bereitstellen.

 

Quellen:

https://www.futterautomat-katzen.de/ist-katzenmilch-fuer-katzen-schaedlich/?cookie-state-change=1569881791740

https://www.nabu-heidelberg.de/tiertipps-erste-hilfe-mehr/igel%C3%BCberwinterung/

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