Wie kommt es zu einem Magnesiummangel?

16.02.2018 10:00



Fast Food, Stress, Krankheit: Die Ursachen für Magnesiummangel können ganz unterschiedlich sein, häufig tragen wir aufgrund einer ungesunden Lebensweise selbst die Verantwortung dafür. Eine ausgewogene Ernährung allein kann den Mineralstoffmangel allerdings nicht immer verhindern. Es gibt nämlich zahlreiche Magnesiumräuber: 



Krankheit 

Magen-Darm-Erkrankungen sind hinterlistige Räuber. Bei Durchfall und Erbrechen scheidet der Köper nämlich wichtige Mineralstoffe wie Magnesium aus - und das verschlechtert Deinen Zustand zusätzlich. Vorsicht ist auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion geboten. Der verlangsamte Stoffwechsel verhindert die ausreichende Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung. Ebenso wie Antibiotika und eine gestörte Darmflora. 



Einseitige Diäten oder Essstörungen 

Eine radikale oder unausgewogene Ernährung kann schnell zu einer Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen führen. Zum Beispiel durch die Reduktion von gesunden Kohlenhydraten (u. a. Vollkorngetreide, Bananen) oder einem erhöhten Konsum von nährstoffarmem Fast Food bzw. stark verarbeiteten Lebensmitteln. 



Sport 

Wer sich viel bewegt, schwitzt auch viel. Neben Schweiß perlen jedoch auch Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium aus den Poren. Beim Sport ist das doppelt fatal: Die erhöhte Muskelleistung verursacht nämlich einen höheren Magnesiumverbrauch. Magnesium ist wichtig für die Entspannung der Muskulatur, das Mineral ist zudem an der körpereigenen Eiweißproduktion und somit dem Muskelaufbau beteiligt. Bei einem Mangel wird die Muskelfunktion beeinträchtigt, die Anfälligkeit für Muskelfaserrisse und Zerrungen steigt. 



Stress 

Arbeit, Beziehung, finanzielle Sorgen: Wenn der Körper unter Strom steht, schüttet er unter anderem das Stresshormon Adrenalin aus. Damit das Nervensystem wieder entspannen kann, wird das "Salz der inneren Ruhe" benötigt. Zudem reguliert Magnesium die Freisetzung von Stresshormonen. 



Alkohol 

Alkohol entzieht dem Körper Wasser und fördert die Nierenfunktion. Mit der vermehrten Urinausscheidung landen allerdings wichtige Mineralstoffe, wie Zink und Magnesium, im Klo. Katerstimmung am nächsten Morgen ist vorprogrammiert: Magnesiummangel gilt als Auslöser für Kopfschmerzen. Hinzu kommen Übelkeit und Gliederschmerzen. Nach einer durchzechten Nacht macht ein hochdosiertes Magnesiumpräparat den Kater nicht unbedingt zum Kätzchen. Aber es wirkt einer Übersäuerung des Blutes entgegen. Es hilft gegen Sodbrennen, Gliederschmerzen und Übelkeit. 



Koffein & Nikotin 

Kaffee, schwarzer Tee und Cola wirken harntreibend, was die Ausscheidung von Magnesium erhöht. Damit gehen auch andere Vitalstoffe verloren. Kontraproduktiv ist auch der Genuss von Nikotin. 



Wo finde ich Magnesium? 

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, kann seinen Magnesiumbedarf in der Regel über die Nahrung decken. Magnesiumlieferanten sind unter anderem: Weizenkleie, Nüsse & Samen (besonders Kürbis- und Sonnenblumenkerne sowie Cashewnüsse), Vollkorngetreide, Haferflocken, Bitterschokolade, grünes Gemüse (Brokkoli, grüne Bohnen), Bananen und magnesiumreiches Mineralwasser. In 100 Gramm Vollkornmehl befinden sich zum Beispiel 155 mg Magnesium. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift am besten täglich zu einem hochwertigen Magnesiumpräparat. Keine Angst: Eine Überdosierung ist nicht möglich. Was der Körper nicht braucht, befördert er schlichtweg heraus...

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