Wie finde ich heraus, ob ich laktoseintolerant bin?

22.12.2017 10:00

Test 123



Gluten, Weizen und Laktose – das sind scheinbar die neuen Feinde auf unserem Speiseplan. Denn immer mehr Menschen glauben, an einer Unverträglichkeit zu leiden. "Frei von"-Produkte sind deshalb in aller Munde und eine lukrative Einnahmequelle für die Lebensmittelindustrie. Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall müssen nicht unbedingt auf eine Intoleranz hinweisen, sondern können die Folge von zu schnellem Essen oder einer unausgewogene Ernährung sein. Tatsächlich vertragen aber weltweit rund 80 Prozent der Menschen keinen Milchzucker, in Deutschland sind es ca. 15 Prozent. Eine mehr oder minder ausgeprägte Laktoseintoleranz ist also für die meisten Erwachsenen ein ganz natürlicher Zustand. Wer nach bestimmten Mahlzeiten immer wieder Beschwerden hat und Milch als Auslöser verdächtigt, kann es mit einem Selbsttest versuchen. Dazu einfach ein Glas Milch auf nüchternen Magen trinken - erste Beschwerden sollten sich spätestens nach 15 Minuten einstellen. Endgültige Gewissheit verschafft aber nur ein Besuch beim Arzt. Dort stehen folgende Tests zur Auswahl: 

 

Der Wasserstoffatemtest 

Der Wasserstoffatemtest wird am häufigsten durchgeführt. Er kann zur Diagnose einer Laktose-, Fruktose– oder Sorbit–Intoleranz verwendet werden. Hierfür trinkt man eine Lösung aus Laktose und Wasser. Im Anschluss bläst man ca. alle 30 Minuten in ein spezielles Gerät, welches den Wasserstoffgehalt in der Atemluft misst. Je höher der Wasserstoffanteil in der Atemluft ist, desto ausgeprägter ist die Intoleranz. Der Test dauert insgesamt zwei bis drei Stunden und muss auf nüchternen Magen durchgeführt werden. Eine 100-prozentige Sicherheit liefert der Test leider nicht. 

 

Der Blutzuckertest 

Auch bei diesem Test bekommt man eine Lösung aus Laktose und Wasser zu trinken. Vor dem Trunk und im Anschluss wird über einen Zeitraum von zwei Stunden alle 30 Minuten Blut abgenommen. So kann der jeweilige Blutzuckergehalt bestimmt werden. Steigt der Zuckergehalt im Laufe der Zeit an, kann der Patient Laktose verdauen. Andernfalls gilt eine Laktoseintoleranz als wahrscheinlich. Eine 100- prozentige Sicherheit liefert auch dieser Test nicht. 

 

Der Gentest 

Ob man an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet, können auch die Gene verraten. Hierfür genügt ein Abstrich von der Wangenschleimhaut, die sogenannte Speichelprobe. Dieser Test funktioniert allerdings nur bei einer "primären" Laktoseintoleranz - die Fähigkeit, Laktose abzubauen, nimmt erst mit zunehmenden Alter ab. Sie ist vererbbar und die häufigste Form der Milchzuckerunverträglichkeit. In einigen Fällen kann die Laktoseintoleranz auch „sekundär“ sein. Bei dieser Form liegt keine genetische Veränderung, sondern eine Störung der Darmschleimhaut vor. Ursache könnte ein Infekt oder eine chronische entzündliche Darmkrankheit wie Morbus Crohn sein. Bei einer primären Laktoseintoleranz gilt der Gentest als sicher, er wird aber nicht von den Krankenkassen übernommen. 

 

Die Biopsie 

Eine Biopsie ist besonders aussagekräftig - aber auch sehr unangenehm. Im Rahmen einer Magenspiegelung werden Gewebeproben aus dem Darm entnommen und auf Laktaseaktivität geprüft. Weil es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt, wird eine Biopsie nur selten durchgeführt. 

 

Endlich Gewissheit 

Der Arzt hat eine Milchzuckerunverträglichkeit bestätigt? Dann führt leider kein Weg an einer Ernährungsumstellung vorbei. Doch keine Angst! Du musst dank LactoJoy auch in Zukunft nicht komplett auf Milch- und Milchprodukte verzichten. Es genügt eine Tablette kurz vor der Mahlzeit, um weiterhin beschwerdefrei Eis, Schokolade oder Käse genießen zu können.

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