Welche Formen der Laktoseintoleranz gibt es?

29.06.2018 10:00

Formen der Laktoseintoleranz

Welche Formen der Laktoseintoleranz gibt es?

Merkst du nach dem Genuss eines Cappuccinos Bauchgrummeln? Dir liegt der Joghurt wie ein Stein im Magen und den sonst so geliebten Milchshake kannst du auch nicht mehr so wirklich genießen? Dann bist du eventuell laktoseintolerant. Keine Angst, Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, sondern eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Genau genommen sind Menschen mit Laktoseintoleranz nicht dazu in der Lage, den in der Milch enthaltenen Milchzucker zu spalten. Das führt zu Magen- und Darmproblemen. Die Ursachen für Laktoseintoleranz können unterschiedlich sein, wir erklären dir die einzelnen Formen.

 

Worum handelt es sich bei der primären Laktoseintoleranz?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Fähigkeit des Menschen, Laktose zu verdauen, mit zunehmendem Alter abnimmt. Wenn wir auf die Welt kommen und während der Stillzeit ist die Laktasemenge am höchsten – das muss auch so sein, damit sichergestellt ist, dass wir die Muttermilch gut vertragen. Nach der Stillzeit beginnt die Laktasemenge bei vielen Menschen langsam abzunehmen. Das heißt, ihnen fehlt es mit der Zeit an dem so wichtigen Enzym Laktase, das den Milchzucker spaltet. Wusstest du, dass dieser primäre Laktasemangel bei unglaublichen 70 bis 90 Prozent der Weltbevölkerung eintritt? Die primäre Laktoseintoleranz ist genetisch bedingt, nicht heilbar und die häufigste Form der Milchzuckerunverträglichkeit. 

 

Wie kommt ein sekundärer Laktasemangel zustande?

Anders als bei der primären Laktoseintoleranz geht man bei dieser Form davon aus, dass etwas Bestimmtes die Milchzuckerunverträglichkeit ausgelöst hat. Vielleicht hast du in deinem Freundeskreis Menschen, die unter einer Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder anderen chronischen Magen- oder Darminfekten leiden? Oft gehen Krankheiten wie diese mit einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut einher, wo das Enzym Laktase produziert wird. Funktioniert an dieser Stelle nicht mehr alles, wie es soll, zeigen sich die Symptome einer sekundären Laktoseintoleranz. Übrigens: Nach einer erfolgreichen Behandlung solcher Darmkrankheiten ist es möglich, dass sich die sekundäre Laktoseintoleranz wieder beheben lässt, weil sie eben nicht genetisch bedingt ist. Wenn das mal keine guten Neuigkeiten sind!

 

Kann die Laktoseintoleranz auch angeboren sein?

Ja, es gibt eine Form der angeborenen Laktoseintoleranz, die von Medizinern als „kongenitale Laktoseintoleranz“ bezeichnet wird. Bei dieser Form handelt es sich um einen angeborenen und vererbbaren Gendefekt. Menschen, die unter einer angeborenen Laktoseintoleranz leiden, sind nicht in der Lage das Enzym Laktase selbst zu bilden. Diese Form der Milchzuckerunverträglichkeit tritt allerdings nur selten auf. Solltest du darunter leiden, ist es sehr wichtig eine vorwiegend laktosefreie Ernährung einzuhalten, um den Symptomen die geringste Chance zu geben. 

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