Was sind Omega-3-Fettsäuren?

06.04.2018 10:00

Omega

Wenn von Fetten die Rede ist, sind eigentlich drei verschiedene Fettsäuren gemeint. Auf vielen Lebensmitteln findet man die entsprechende Unterteilung in gesättigte, mehrfach ungesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese Unterscheidung hat etwas mit der chemischen Verbindung der jeweiligen Fettsäuren zu tun. Omega-3-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren, wobei sich der Begriff „ungesättigt“ auf das Fehlen von Wasserstoffatomen bezieht. Vielleicht kennst du sie auch unter der Bezeichnung „essenzielle Fettsäuren“. Warum Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig sind, in welchen Nahrungsmitteln sie stecken und wie du einen Mangel erkennst, erklären wir dir hier.


Welche Funktion übernehmen essenzielle Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren sind an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt. Menschen, die an entzündlichen Prozessen leiden, wird oft zum Verzehr Omega-3-reicher Lebensmittel geraten, denn diese können derartige Prozesse nachweislich hemmen. Außerdem sind sie notwendig für einen gesunden Zellstoffwechsel, sorgen für mehr Spannkraft von Haut und Haaren und machen die Muskeln geschmeidig.

Eine weitere positive Eigenschaft ist die Auswirkung auf Fettbildung und Fettspeicherung: Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Enzyme, die Zucker in Fett umwandeln. Oft werden diese speziellen Fettsäuren auch als Ergänzungstherapie eingesetzt – beispielsweise bei Arthritis, Migräne oder Osteoporose. Selbst auf das Gemüt haben Omega-3-Fettsäuren eine positive Auswirkung: Sie minimieren die Stressanfälligkeit und beugen Depressionen vor.


In welchen Lebensmitteln sind Omega-3-Fettsäuren enthalten?

Essenzielle Fettsäuren kommen in vielen Lebensmitteln vor. Da der Körper sie nicht selbst bilden kann, sind wir darauf angewiesen, sie durch unsere Nahrung zu uns zu nehmen. Viel Omega-3 steckt zum Beispiel in Fisch – allen voran in Lachs, Makrele und Forelle. Doch auch Menschen, die auf Fleisch und Fisch verzichten, wie beispielsweise Veganer, können die wichtigen Fettsäuren zu sich nehmen. Gute pflanzliche Lieferanten sind zum Beispiel Leinsamen und Walnüsse. Aber auch durch verschiedene Öle – darunter Lein-, Hanf-, Distelund Rapsöl – kannst du deinen Bedarf decken.


Was passiert bei einem Mangel an essenziellen Fettsäuren?

Wer sich ausgewogen ernährt, dürfte eigentlich genug Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Studien zeigen aber, dass die meisten Menschen nicht genug der gesundheitsfördernden Fettsäuren aufnehmen. Symptome eines Mangels sind schnell erkennbar: trockene Haut, rissige Nägel und leblose Haare. Zu den weniger sichtbaren Anzeichen zählen Schlaflosigkeit, Konzentrationsmangel und Gliederschmerzen. Wenn du diese Symptome bei dir beobachtest, solltest du darüber nachdenken, mehr Omega-3-reiche Lebensmittel auf deinen Speiseplan zu setzen oder eine Zeit lang Omega-3-Fettsäuren zu supplementieren. Zeigt sich keine Besserung, ist der Besuch beim Arzt ratsam.

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