Warum Probiotika wichtig für unsere Gesundheit sind

02.02.2018 10:00

Probiotika



"Unser Darm ist ein fabelhaftes Wesen voller Sensibilität, Verantwortung und Leistungsbereitschaft. Wenn man ihn gut behandelt, bedankt er sich dafür" schreibt Giulia Enders in ihrem Bestseller "Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ" (Ullstein Verlag). Tatsächlich beeinflusst kein anderes Organ des Körpers unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden so unmittelbar wie der Darm. Er liefert dem Körper die Energie, die er zum Leben braucht. Würde man den ca. acht Meter langen Darm flach auslegen, hätte er etwa die Größe eines Fußballfeldes. Genug Platz für die Billionen Mikroorganismen, die dort hausen. Man nennt sie Darmflora. Sie entsprechen bis zu zwei Kilogramm des gesamten Körpergewichts. Mit bloßem Auge sind die Kleinstlebewesen unsichtbar. Aber sie haben es ganz schön in sich...


Darmflora – was ist das eigentlich genau? 

Wörtlich heißt Darmflora "Pflanzenwelt des Darms". Dieser Begriff entstand, weil Bakterien früher der Pflanzenwelt (Flora) zugeordnet wurden. Sie lassen sich in 400 Stämme einteilen. Dabei unterscheidet man zwischen guten, den probiotischen, und anderen Bakterien. Das Gleichgewicht dieser "Bewohner" hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und die Immunfunktion. Ist die Darmflora gestört, kann dies zu unangenehmen Folgen führen: Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmerkrankungen. Und damit nicht genug: Studien belegen, dass die Zusammensetzung der Darmflora Einfluss auf unsere Emotionen, Leistungsfähigkeit und Körpergewicht hat, sowie auf Allergien, Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen. 


Probiotika bringen den Darm in Balance 

Probiotika sind lebensfähige Mikroorganismen, die verschiedenen Nahrungsmitteln zugesetzt werden (z. B. Joghurt). Sie können das Gleichgewicht in einem geschwächten Darm wieder herstellen. Etwa 85 Prozent der Bakterien im Darm sollten nämlich aus nützlichen Bakterien bestehen. Damit sich krank machende Bakterien im Darm nicht verbreiten können, sind besonders Milchsäurebakterien essenziell. Dr. Ilja Metchnikoff erkannte schon vor 100 Jahren: "Der Tod sitzt im Darm". Dem russischen Arzt und Nobelpreisträger fiel auf, dass Bauern aus Kaukasus (Hochgebirge in Eurasien) besonders alt werden. Ihre Ernährung bestand zu großen Teilen aus Milchprodukten. Gerade für Menschen mit Laktoseintoleranz sind Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln deshalb besonders wichtig - über die Nahrung können Milchsäurebakterien schließlich nicht aufgenommen werden. Hochwertige Probiotika-Präparate gibt es vegan in Kapsel- und Tropfenform - so spielt eine Milchzuckerunverträglichkeit keine Rolle.

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