Selbsttest auf Laktoseintoleranz

13.10.2017 10:00

Selbsttest



Symptome wie Bauchschmerzen oder Durchfall deuten schnell auf eine Laktoseinteroleranz hin. Doch auch eine Fructose- oder Histaminintoleranz können diese Beschwerden auslösen. Du bist Dir daher unsicher, an welcher Intoleranz Du womöglich leidest? Damit ist jetzt Schluss: Um endlich herauszufinden, welche Intoleranz Deine Beschwerden auslöst, haben wir für Dich in unserem Blog einen Test erstellt. Mit diesem kannst Du nicht nur herausfinden, an welcher Intoleranz Du womöglich leidest, sondern wir geben Dir bei der Testauflösung auch wertvolle Tipps, wie Du nun weiter Vorgehen solltest. In diesem Sinne: #feelbetter


So funktioniert der Test*

Schreibe auf ein Blattpapier die Buchstaben A, B und C untereinander. Nun beantwortest Du die folgenden Fragen mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“. Wenn Du eine Frage mit „Ja“ beantwortest, schaust Du, welchem Buchstaben die Frage zugeordnet ist (Dieser steht in einer Klammer hinter der Frage) und machst hinter dem Buchstaben auf Deinem Papier einen Strich. Ist eine Frage zwei Buchstaben zugeordnet, machst Du bei beiden einen Strich. Insgesamt kannst Du hinter jedem Buchstaben maximal 8 Striche machen. Wenn Du alle Fragen beantwortet hast, schaust Du, hinter welchem Buchstaben die meisten Striche sind. Die Auflösung zu diesem Buchstaben findest Du im Anschluss unter diesem Test. Wir wünschen Dir viel Spaß. #stayfresh


Und los geht’s:

  1. Die Beschwerden treten meist innerhalb weniger Minuten bis zu einer halben Stunde nach der Mahlzeit auf. (C)
  2. Meine Beschwerden treten meist nach 30 Minuten bis 2 Stunden nach Mahlzeiten mit Obst, Honig, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen auf. (B)
  3. Meine Beschwerden wie Durchfälle oder Bauchschmerzen treten meist 30 Minuten bis 3 Stunden nach einer Mahlzeit auf. (A)
  4. Ich habe mindestens einmal die Woche Bauchschmerzen. (A + B)
  5. Ich habe unregelmäßig auftretende, dafür aber sehr heftige Bauchschmerzen. (C)
  6. Ich habe sehr oft Blähungen. (A + B)
  7. Ich vertrage keine größeren Mengen Erdbeeren. (C)
  8. Ich habe immer wieder Durchfälle oder schmierige Stühle. (A + B)
  9. Ich leide immer wieder unter explosionsartigen Durchfällen, die während der Stuhlentleerung zum Teil mit heftigen Schmerzen einhergehen und danach (fast) vollständig verschwinden. (C)
  10. Wenn ich Milch trinke, nehmen meine Beschwerden zu. (A)
  11. Wenn ich Fruchtsäfte wie beispielsweise Apfelsaft trinke, nehmen meine Beschwerden zu. (B)
  12. Ich habe eine Abneigung gegen Alkohol. (C)
  13. Wenn ich Bonbons oder Kaugummi esse, nehmen meine Beschwerden zu. (B)
  14. Wenn ich Alkohol – insbesondere Sekt – trinke, bekomme ich rote Flecken im Gesicht und am Hals und habe das Gefühl von Hitzewallungen. (C)
  15. Ich habe Verdauungsbeschwerden, wenn ich fertige Lebensmittel zu mir nehme. (A)
  16. Ich habe Verwandte (Großeltern, Tante, Cousin…), bei denen ein Arzt Laktoseintoleranz diagnostiziert hat. (A)
  17. Ich habe immer wieder unerklärbare Depressionen oder Antriebsstörungen. (B)
  18. Ich reagiere auf Röntgenkontrastmittel sehr empfindlich und bekomme eher Kreislaufbeschwerden als andere Menschen. (C)
  19. Ich habe Vorfahren aus Südeuropa, Asien, Afrika oder Südamerika. (A)
  20. Ich vertrage Speisen, die ich zuhause ohne Weiteres Essen kann, oft nicht, wenn ich außerhalb essen gehe – wie beispielsweise im Restaurant oder einer Kantine. (C)
  21. Mir geht es besser, wenn ich konsequent auf Milch und Milchprodukte verzichte. (A)
  22. Ich mag kein/kaum Essen, das sehr süß schmeckt. (B)



Am meisten A: Laktoseintoleranz

Je mehr Fragen mit dem Buchstaben „A“ Du mit „Ja“ beantwortet hast, umso wahrscheinlicher ist es, dass Du an einer Laktoseintoleranz leidest. Bei einer Laktoseintoleranz kann der Körper das Verdauungsenzym Laktase nicht in ausreichenden Mengen herstellen, welches für den Abbau der Laktose im Körper zuständig ist. Durch verschiedene Prozesse im Körper treten so Beschwerden wie Durchfälle, Bauchschmerzen oder Völlegefühl auf. Laktose, auch Milchzucker genannt, ist übrigens vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Aber auch beispielsweise in Brötchen, Pizza, Fertiggerichten, Alkohol und Bratwürsten kann sich der Milchzucker verstecken.

Um Dich aber nicht unnötig zu beunruhigen, raten wir Dir einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann mit einem H2-Atemtest herausfinden, ob Du wirklich unter einer Laktoseintoleranz leidest. Hierbei musst Du unter kontrollierten Bedingungen Milch trinken. Der Arzt misst danach in Abständen von etwa einer halben Stunde die Konzentrationen von Wasserstoff im Atem. Daran kann abgelesen werden, ob der Magen mit Blähungen, also Gasbildung, auf die Laktose reagiert. Je nach Diagnose wird Dich der Arzt dann weiter beraten, wie Du Dein Leben genussvoll und ohne Beschwerden genießen kannst.


Am meisten B: Fructoseintoleranz

Wenn Du am meisten Striche hinter dem Buchstaben „C“ hast, ist es wahrscheinlich, dass Du an einer Fructoseintoleranz leidest. Fructose, umgangssprachlich auch Fruchtzucker genannt, ist nicht nur in verschiedenen Obstsorten wie Äpfeln, Birnen und Pflaumen sowie Gemüsesorten wie Blumenkohl, Auberginen oder Erbsen enthalten, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln wie beispielsweise Bier, Gemüse, Honig und Süßigkeiten. Vorsicht ist auch bei Trockenfrüchten, Fruchtsäften, gekaufter Marmelade und Sirup (außer Reissirup) geboten.

Bevor Du von nun an auf jeglichen Fruchtzucker verzichtest, raten wir Dir mit dem Ergebnis dieses Testes zum Arzt zu gehen. Er kann beispielsweise mit einem H2-Atemtest diagnostizieren, ob Du wirklich an einer Fructoseintoleranz leidest. Was Du alles vor dem Test beachten musst, wird Dein Arzt Dir in Ruhe bei der Vorbesprechung zu dem Test erklären. Sollte der Test, der in der Regel nach 2 bis 3 Stunden vorbei ist, positiv sein, wirst Du wahrscheinlich Symptome im Magen-Darm-Trakt wahrnehmen.

Am meisten C: Histaminintoleranz

Hast Du oft „C“ angekreuzt, leidest Du wahrscheinlich an einer Histaminintoleranz. Das bedeutet, dass du Lebensmittel, die Histamin enthalten, nicht verträgst. Grundsätzlich solltest Du für Deine Ernährung wissen: Je länger ein Lebensmittel gelagert wird oder reift, desto höher ist sein Histamingehalt. So ist beispielsweise in Fertiggerichten, Konserven und Tiefkühlkost – aber auch in Wein durch die lange Gärung – viel Histamin enthalten. Daher solltest Du besser frische und möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu Dir nehmen. Der richtige Ansprechpartner bei einem Verdacht auf eine Histaminintoleranz ist ein Facharzt für Hauterkrankungen (Dermatologe) oder Innere Medizin (Internist), der sich auf allergische Erkrankungen (Allergologie) spezialisiert hat und Dir mit verschiedenen diagnostischen Schritten helfen kann, Deine Histaminintoleranz festzustellen und Dich dabei zu beraten, was Du zukünftig bei Deiner Ernährung beachten musst.


Keinen Buchstaben am meisten:

Wenn Du keinen der Buchstaben häufig angekreuzt hast, kann es sein, dass Du beispielsweise an einer Darmerkrankung wie einem Reizdarm oder einer Darminfektion leidest oder eine andere Nahrungsmittelunverträglichkeit wie beispielsweise eine Gluten- oder Sorbitunverträglichkeit hast. Hast Du dagegen mehrere Buchstaben häufig angekreuzt, kann es auch sein, dass Du an mehreren Nahrungsmittelunverträglichkeiten gleichzeitig leidest. In beiden Fällen raten wir Dir, unbedingt einen Arzt Deines Vertrauens aufzusuchen, der Dich untersuchen wird und Dir dabei helfen wird, herauszufinden, warum Dein Körper diese Beschwerden hat.


*Bitte beachte aber: Unser Test dient nur einer ersten Einschätzung, an welcher Intoleranz Du leidest. Er kann keine umfassende Diagnose durch einen Arzt ersetzen.

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