Sechs bewährte Hausmittel gegen Erkältung

04.01.2019 10:00

Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen: Jetzt hat die Grippewelle auch dich erwischt. Krank ist krank. Ein Allheilmittel gegen die fiesen Viren gibt es leider nicht. Mit unseren Tipps kannst du die Erkältungssymptome aber etwas lindern…

 

Grippe oder grippaler Infekt? 

Der grippale Infekt (Erkältung) schleicht sich langsam heran, die echte Grippe (Influenza) kommt plötzlich – wie aus dem Nichts. Die Symptome sind ähnlich, die Ansteckung erfolgt über die sogenannte Tröpfcheninfektion (Sprechen, Niesen oder Husten). Große Unterschiede gibt es dennoch: 

 

Grippaler Infekt

Hinter einem grippalen Infekt oder einer Erkältung können eine Vielzahl verschiedener Erreger stecken. Darunter Adenoviren und Rhinoviren. Die Symptome treten meist in einer bestimmten Abfolge nacheinander auf: Es fängt an mit Heiserkeit, einem Kratzen oder Schmerzen im Hals. Dann kommen Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Fieber und Husten folgen. Das Gröbste ist nach wenigen Tagen überstanden.  

 

Grippe

Eine echte Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst und ist eine weitaus schwerere Erkrankung als eine Erkältung. Die Symptome kommen plötzlich, zeitgleich und heftig: Kopf-, Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen, Husten, Fieber. Ein Arzt sollte dann unverzüglich aufgesucht werden. Die Influenza ist hartnäckig. Sie dauert länger als eine Erkältung, meist 3 – 6 Wochen. 

 

Was hilft schnell gegen Erkältungssymptome? 

 

Ein Kräuterbad nehmen 

Gliederschmerzen, Husten, Bronchitis? Dieses Kräuterbad kann Wunder wirken: 200 Gramm Schlüsselblume bzw. Primelwurzel (Apotheke) mit 100 Gramm getrockneten Thymian in einem Liter Wasser abkochen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Den Sud als Zusatz für das Badewasser verwenden. Schlüsselblumen/Primelwurzel fördern die Durchblutung und lindern so die Schmerzen in den Gelenken. Thymian wirkt schleim- und krampflösend, entzündungshemmend auf die Bronchien und hemmt das Wachstum von Bakterien und Viren. 

 

Wickel & Kompressen 

Bei Hals- und Ohrenschmerzen, Heiserkeit und bei Verspannungen haben sich schon zu Großmutters Zeiten Kartoffelwickel bewährt. Die feuchte Wärme tut dem Körper gut. Und der Wickel wirkt durchblutungsfördernd – was den Abtransport von Krankheitserregern ankurbelt – sowie krampflösend. Dazu eine Handvoll Kartoffeln weichkochen, heiß zwischen einem Baumwolltuch zerdrücken und nach einer kurzen Abkühlzeit auf die betroffene Körperstelle legen. Auch Thymian-Wickel kann Halsschmerzen lindern. Dazu Thymianzweige mit kochendem Wasser übergießen. Ziehen lassen und ein Baumwolltuch darin tränken. Vorsicht: heiß! 

 

Zwiebelsaft gegen Husten

Hartnäckigem Schleim und Bronchitis sagt Zwiebeltee den Kampf an. Dazu eine Zwiebel in Scheiben schneiden und für fünf Minuten in einem halben Liter Wasser köcheln. Sud abgießen und über den Tag verteilt trinken. Gegen Husten hilft Zwiebelsirup. Eine Zwiebel würfeln, mit Zucker bestreuen und zugedeckt ruhen lassen. Den ausgeschwitzten Saft der Zwiebel teelöffelweise einnehmen. 

 

Meerrettich macht die Nase frei 

Neben einer Salzdusche (bekommt man in der Apotheke) oder einem Kopf-Dampfbad mit etwas Salz hilft auch Meerrettich, um die Nase wieder frei zu bekommen. Den Meerrettich dazu am besten roh verzehren.

 

Hühnersuppe

Schon seit Jahrhunderten wird Hühnersuppe bei Erkältungen eingesetzt. Mittlerweile ist ihre heilende Kraft sogar wissenschaftlich belegt. Durch die Suppe werden im Körper bestimmte weiße Blutkörperchen blockiert, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind. Das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin soll sich außerdem positiv auf die Immunabwehr auswirken. Zudem hilft die Hitze der Suppe, die temperaturempfindlichen Viren zu bekämpfen. Der heiße Dampf befeuchtet die Schleimhäute, was die Atemwege frei macht. Wichtig ist, dass die Suppe selbstgemacht ist. 

 

Viren-Killer Ingwer

Ingwer steckt voller Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Magnesium, Kalium und Eisen. Die enthaltenen Scharfstoffe der Super-Knolle heizen den Körper von innen auf, das regt die Durchblutung an. Krankheitserreger haben es dadurch schwerer, sich in den Schleimhäuten festzusetzen. Ingwer hat zudem eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auf den Körper. Ein kleines Stück Ingwer im Tee reicht aus.

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