Probiotika – "Superfoods" für den Darm

09.02.2018 10:00




Sie stecken in Joghurt, rohem Sauerkraut oder der japanischen Gewürzpaste Miso: Probiotika sind echte Superhelden, wenn es um unsere Gesundheit geht. Die lebenden Mikroorganismen halten nämlich "böse" Bakterien in der Darmflora in Schach und regen die Produktion körpereigener Antikörper an. Und das wirkt sich positiv auf deinen gesamten Körper aus. So steuern die Darmbakterien nicht nur unser Immunsystem, sondern auch unsere mentale Gesundheit. Der Begriff Probiotika leitet sich übrigens aus dem Griechischen „pro bios“ ab, was so viel bedeutet wie „für das Leben“.



Warum sind Probiotika wichtig? 

Gut gegen Böse – die rund 400 unterschiedlichen Bakterien-Arten, die die Darmflora bewohnen, bekämpfen sich ständig. Im Idealfall sollten mindestens 85 % der Keime nützlich sein. Damit sie wachsen und sich vermehren können, brauchen sie "gesundes Futter": Probiotika. Denn wird die Darmflora zum Beispiel durch eine ungesunde Lebensweise geschwächt, übernehmen die schädlichen Bakterien auf der Darmwand die Überhand. Die Folgen machen einem schnell das Leben schwer: Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Migräne, Vitaminmangelerscheinungen, Enzündungen des Darms, um nur einige Symptome zu nennen. Eine gestörte Darmflora wirkt sich auch auf das Gewicht, die Haut, die Stimmung sowie die Leistungsfähigkeit aus. Damit dieses Malheur gar nicht erst passiert, braucht dein Körper Probiotika – und zwar mindestens 100 Millionen Mikroorganismen pro Tag. Diese Menge befindet sich zum Beispiel in einem probiotischen Trinkjoghurt. Sobald die Probiotika über einige Tage nicht mehr aufgenommen werden, machen sich in der Darmflora rasant böse "Bewohner" breit – die guten Bakterien siedeln sich nämlich nicht auf Dauer im Darm an.


Wo finde ich Probiotika? 

Die bekanntesten und wichtigsten Probiotika sind Milchsäurebakterien (Lactobazillen und Bifidobakterien). Man findet sie in Joghurt und Kefir, oder auch in fermentierten Lebensmitteln wie rohem Sauerkraut, Miso, sauren Gurken, Sauerteig, Kombucha (fermentierter Tee), Kimchi (koreanisches Gericht), Apfelessig und Käse. Doch leider erreichen nur wenige dieser Bakterien den Darm unbeschadet – sie sind nämlich nicht ausreichend gegen Magen- und Gallensäure resistent. Die eingeschränkte Auswahl an Lebensmitteln macht es auch Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit nicht gerade leicht. Der bequemste und einfachste Weg: Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Sie enthalten ausgewählte Bakterienkulturen, die widerstandsfähiger gegen die Angriffe von Verdauungsenzymen und der Gallensäure sind.

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