Power-Foods – mit den richtigen Nährstoffen hast du mehr Energie im Alltag

30.11.2018 11:00

„An apple a day keeps the doctor away“, besagt ein altes Sprichwort. Zurecht! Ein Apfel besteht zwar zu 85 Prozent aus Wasser. Die restlichen 15 Prozent haben es aber in sich: Über 30 Vitamine (z. B. Vitamin C) und Spurenelemente, bis zu 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen oder Phosphor trägt ein durchschnittlich großer Apfel in sich. Rund 70 Prozent der Vitamine befinden sich in der Schale oder unmittelbar darunter, schälen solltest du ihn deshalb nicht. Ein Apfel ist außerdem reich am Ballaststoff Pektin – das sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und ist wichtig für eine gute Verdauung. Die im Apfel enthaltenden sekundären Pflanzenstoffe unterstützen außerdem das Immunsystem. Der antioxidative Wirkstoff Quercetin wirkt nämlich entzündungshemmend und macht freie Radikale unschädlich, die unter anderem in Stresssituationen entstehen. Und diese Eigenschaft kann sogar das Wachstum von Krebstumoren verlangsamen – und schützt nebenbei auch noch die Gehirnzellen. Wer hätte gedacht, dass so viel Power in diesen „gewöhnlichen“ Früchten steckt? Äpfel sind ein echtes Super- bzw. Power-Food. So nennt man Lebensmittel, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien sind und damit eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Dank ihrer Nährstoffe und Eigenschaften sorgen sie für mehr Energie im Alltag. Es gibt eine ganze Reihe von Power-Foods – und die müssen gar nicht exotisch und teuer sein. 

 

Es müssen keine Exoten sein!

 

Natürlich sind Chia-Samen aus Mexiko, Goji-Beeren aus China undMatcha-Tee aus Japan in aller Munde. Die Exoten sind auch tatsächlich echte Power Foods, die nicht nur schmackhaft in Müsli und Shakes sind, sondern sich dank der enthaltenen Vitamine und Spurenelemente positiv auf unsere Gesundheit auswirken und eine extra Portion Energie liefern.Super sind diese Exoten zwar für uns, aber nicht für die Umwelt. Durch den langen Transportweg haben die nährstoffreichen Kraftpakete einen großen CO2-Rucksack, der schädlich für unser Klima ist. Exotische Superfoods haben daher in der Regel einen 30- bis 75-mal so großen CO2-Fußabdruck wie vergleichbare heimische Produkte. Und davon gibt es eine ganze Menge!

 

Diese heimischen Power Foods sind echte Nährstoff-Kraftpakete

 

Regionale Beeren statt Goji-Beeren

Goji-Beeren sind natürlich gesunde Energielieferanten. Heidelbeeren, BrombeerenErdbeeren oder schwarze Johannisbeeren halten da aber locker mit! Diese Power-Früchte schmecken pur, im Quark und Müsli oder als fruchtiges Topping im Salat – und sie haben kaum Kalorien! Deshalb sind sie auch der ideale Snack für zwischendurch. Das enthaltene Vitamin C kurbelt übrigens die Produktion von Kollagen an – das polstert deine Haut quasi von innen auf. 

 

Leinsamen statt Chia

Hast du gewusst, dass sich die Nährstoffe von Leinsamen und Chia-Samen kaum unterscheiden? Beide enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, hochwertige Aminosäuren, Vitamine und Ballaststoffe. In Sachen Ballaststoff- und Omega-3-Reichtum liegen die Chiasamen leicht vorne. Die bei uns heimischen Leinsamen sind aber um ein Vielfaches günstiger. Dank der Tatsache, dass beide Saaten im Verdauungstrakt aufquellen, sorgen sie für ein besseres und länger anhaltendes Sättigungsgefühl und eine optimale Verdauung. Dazu musst du allerdings ausreichend Flüssigkeit trinken. Leinsamen sind ideal im Müsli. Gesundes Leinöl schmeckt hervorragend mit Salat oder zum Beispiel über Quark mit Ofenkartoffel. 

 

Kamillentee statt Matcha

Matcha-Tee enthält die Aminosäure L-Theanin. Das wirkt beruhigend und hilft nach einem stressigen Tag zu entspannen. Den gleichen Effekt hat aber auch gewöhnlicher Kamillentee. Super ist auch Tee aus Löwenzahn. Er kurbeltden Kreislauf sowie die Verdauung an und wirkt blutdrucksenkend. 
 

 

Grünes Gemüse statt Weizengras

Weizengras ist im Moment besonders beliebt als Power-Shot in Smoothies. Es enthält Chlorophyll, das ist ein grüner Farbstoff. Er wirkt entgiftend, fördert die Wundheilung und unterstützt die Darmflora. Wem Weizengras zu teuer ist, kann auch ganz einfach auf grüne Gemüse-Sorten wie Spinat oder Brokkoli zurückgreifen. Sie enthalten ebenfalls wertvolles Chlorophyll sowie viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Das gleiche gilt übrigens auch für das Grün von Karotten, Kohlrabi oder Radieschen, das sich perfekt zum Mixen von Smoothies eignet. Die meisten Vitamine stecken in rohem Gemüse. Laut einer aktuellen Studie verliert zum Beispiel Brokkolibereits nach fünf Minuten ungefähr ein Drittel des Vitamin C-Gehalts.

 

Noch mehr Power-Foods

 

Kohl

Kohlsorten wie Blumenkohl, Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl und Weißkohl enthalten jede Menge Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, wie Glucosinolate. Dieverwandeln sich während des Verdauungsprozesses in entzündungshemmende und krebsfeindliche Stoffe. Die meisten Kohlsorten enthalten sogar doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen. 

 

Sauerkraut

Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut (verarbeiteter Weißkohl) liefernprobiotische Kulturen – und die wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Sie verdrängen schädliche Bakterien und stärken damit das Immunsystem. 

 

Nüsse

Ja, Nüsse sind kleine Kalorienbomben (je nach Sorte um die 600 Kalorien pro 100 Gramm). Studien zeigen aber, dass unser Körper gar nicht alle Kalorien aus den Nüssen aufnehmen kann. Täglich 50 Gramm Mandeln oder Wallnüsse als Snack oder im Müsli machen also nicht dick, sondern wirken sich positiv auf deine Gesundheit aus. Denn so einekleine Nuss hat es ganz schön in sich. Die reichlich vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Omega-3-Fettsäuren) sind entzündungshemmend. Sie minimieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sie wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Nüsse sind außerdem reich an Ballaststoffen. Die enthaltenen Vitamine kurbeln den Stoffwechsel an, fördern den Zellwachstum und die Zellteilung. Außerdem sind sie reich an Proteinen. Amerikanische Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass Menschen, die regelmäßig Nüsse essen, länger leben. 

 

 

Line-Blogdown