Neuerdings Probleme mit Milchzucker - Wie kann das sein?

15.12.2017 10:00

Probleme mit Milchzucker



Früher hatte ich keine Probleme mit Milchzucker - jetzt aber schon. Wie kann das sein? Und plötzlich grummelt der Bauch nach dem morgendlichen Milchkaffee. Oder ein kleines Stück der heißgeliebten Vollmilchschokolade verursacht mit einem Mal schon nach wenigen Minuten schreckliche Übelkeit. Scheinbar wie aus heiterem Himmel ist sie da: die Laktoseintoleranz - eine Nahrungsunverträglichkeit gegen Milchzucker.


Ist die Milchzuckerunverträglichkeit angeboren oder erworben? 

Dass man bereits ab dem Zeitpunkt der Geburt an Laktoseintoleranz leidet, ist selten - aber es kommt vor. Bei den meisten laktoseintoleranten Menschen nimmt die Laktase-Aktivität tatsächlich erst mit zunehmendem Alter ab. Die plötzliche Entstehung der Milchzuckerunverträglichkeit im Erwachsenenalter kann viele Ursachen haben - am häufigsten ist sie genetisch bedingt. Hin und wieder kann eine Laktoseintoleranz auch in der Schwangerschaft auftreten - oder bei einigen Erkrankungen. Darunter: Chronische Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie) oder Entzündungen der Darmschleimhaut (z. B. durch häufige Einnahme von Antibiotika oder bei einer Chemotherapie). 
 

Wie wird eine Laktoseintoleranz festgestellt? Die Symptome sind meist eindeutig: Blähungen, Durchfall, Übelkeit, Magen- und Darmkrämpfe, laute Verdauungsgeräusche etc. Ein kleiner Selbsttest verschafft schnell Gewissheit: Dafür einfach ein Glas Milch trinken, 100 ml reichen schon aus. Erste Beschwerden sollten sich nach spätestens fünf Minuten bemerkbar machen. Eine eindeutige Diagnose kann aber nur ein Arzt erstellen. Verschiedene Verfahren stehen zur Auswahl. Am häufigsten wird der Wasserstoffatemtest angewendet. Dieser Test ist unkompliziert, tut nicht weh und dauert ca. zwei Stunden. Eine Flüssigkeit mit Laktose wird dazu auf nüchternen Magen getrunken. Vor und nach der Verabreichung wird durch Pusten in ein Röhrchen der Wasserstoffgehalt des Atems gemessen. Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit kann der Arzt nach einiger Zeit in der Atemluft das Gas Wasserstoff nachweisen. 
 

Bleibt Laktoseintoleranz für immer? 

Leider kann man eine Laktoseintoleranz im Moment noch nicht heilen. Betroffene haben deshalb nur zwei Möglichkeiten: 

  • eine möglichst laktosefreie Ernährung. Milchprodukte wie Käse, Quark, Joghurt oder Sahne sind ab sofort tabu. Im Supermarkt oder im Restaurant ist jetzt Vorsicht geboten: Versteckter Milchzucker ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Zum Beispiel in Fertiggerichten, Salatdressings, Soßen, Wurst und Gewürzmischungen. Denn kaum ist das milchzuckerhaltige Lebensmittel verzehrt, beginnen die Beschwerden. Und das kann gerade in der Öffentlichkeit ganz schön unangenehm werden. 
  • der komplette Verzicht auf Milchprodukte ist natürlich schwer - und muss dank LactoJoy auch gar nicht sein. Der enthaltende Wirkstoff des Laktase-Präparats ermöglicht deinem Dünndarm die Verdauung von Laktose - vor quälenden Beschwerden, wie Blähungen oder Durchfall, musst du somit garantiert keine Angst haben. 
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