Milchzuckerunverträglichkeit: Das kleine 1x1 bei Bauchschmerzen

28.09.2018 12:00

Milchzuckerunverträglichkeit: Das kleine 1x1 bei Bauchschmerzen

Luft im Bauch, Magenkrämpfe, stechende Schmerzen – Bauchbeschwerden hat wohl jeder schon einmal gehabt. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Ob Stress, ein verdorbener Magen oder eben eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wie die Laktoseintoleranz. Klar ist, tut dein Bauch weh, raubt das viel Energie und führt zu Unwohlsein. Zum Glück gibt es einige Tipps, die dir dabei helfen, dass deine Körpermitte sich wieder entspannt. 

 

Wärme zur Darmentspannung

 

Wärme hilft dabei, die Schmerzen abzuschwächen und den Bauch zu entkrampfen. Wärmflaschen, Körnerkissen oder warme Bauchwickel können Wunder wirken. Zum einen unterstützt die Wärme die Hemmung der Schmerzrezeptoren. Zum anderen wird die Gewebedurchblutung angeregt. Dies führt folglich dazu, dass die Schmerzen nicht mehr als so stark wahrgenommen werden.

 

Auf die rechte Seite legen

 

Hast du schon einmal von der Ileozökalklappe gehört? Diese befindet sich zwischen deinem Dünn- und Dickdarm. Und sorgt dafür, dass der Darminhalt nur in eine Richtung transportiert wird und nicht zurückrutscht. Das ist wichtig, damit der Darminhalt vom bakteriell stark besiedelten Dickdarm nicht in den bakterienarmen Dünndarm übergeht. Leider kommt es an dieser Stelle öfters mal zu Störungen und Stau. Verdauungsbeschwerden mit Durchfall, Blähungen und starken Krämpfen sind die Folge. Was helfen kann: Lege dich auf deine rechte Seite und zieh das linke Bein ein. Nach wenigen Minuten sollte sich dein Bauch lockern und ein Rückgang der Schmerzen festzustellen sein.

 

Du bist, was du isst

 

Deine Ernährung spielt einen wichtigen Faktor in puncto Bauchschmerzen. Sind milchhaltige Produkte der Auslöser für deine Beschwerden, solltest du diese erstmal meiden. Nur so kann sich dein Darm wieder beruhigen. Zwar fehlt bei Bauchschmerzen oft der Appetit. Es ist dennoch wichtig, regelmäßig zu essen. Schließlich braucht dein Körper ausreichend Energie und Nährstoffe. Greife auf eine leichte, gesunde Ernährung zurück. Trockenes Brot, Haferbrei oder Möhren-Kartoffel-Püree sind aufgrund ihres geringen Säureanteils leicht bekömmliche Mahlzeiten. Lass dir beim Essen Zeit, um deinen Darm nicht zu überfordern. Kaue gründlich. So nimmst du dem Verdauungstrakt schon ein wenig Arbeit ab und er wird weniger gefordert. Und ganz wichtig: Vergiss auf keinen Fall das Trinken. Am besten eignet sich stilles Wasser oder ungesüßter Kräutertee. Kohlensäure sollte gemieden werden, da diese zu Blähungen und Blähbauch führen kann.

 

Gib dir selbst eine Bauchmassage

 

Wer genießt Massagen nicht? Das Gute ist: Deinen Bauch kannst du ganz einfach selber behandeln. Am besten lässt du deine Hand mit geringem Druck im Uhrzeigersinn über deinen Bauch kreisen. Immer um den Bauchnabel herum. Denn das entspricht dem natürlichen Verlauf des Dickdarms. Zur Unterstützung kannst du Johanniskern- oder Lavendelöl nutzen. Natürlich solltest du darauf achten, dass du die Massage als angenehm und nicht schmerzvoll empfindest. 

 

Großmutters Klassiker: Kräutertees

 

Großeltern haben nun mal immer Recht. Spezielle Magen- und Darmtees können dabei helfen, deine Beschwerden zu lindern. In Apotheken und Drogeriemärkten lassen sich zahlreiche Teemischungen finden, die zum Wohl deines Darms beitragen können. Bist du nicht der größte Fan von Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, stellen Pfefferminz-, Kamillen- oder pure Fencheltees vielleicht eine geeignete Alternative für dich dar. Eine andere Möglichkeit ist auch ein selbstgemachter Tee mit Ingwer. Gebe hierfür einfach frisch geschnittenen Ingwer in eine Tasse mit heißem Wasser. Übrigens: Je mehr Schnittfläche, desto mehr Ingwer-Geschmack kann sich entfalten. Darum ist es sinnvoll, den Ingwer nicht in zu große Stücke zu verarbeiten. Viel eher sollte man viele kleine Scheibchen schneiden, um die beste Wirkung aus der Knolle herauszuholen.

 

Innere Ruhe: Atemübungen und Körperhaltung

 

Leidest du unter Bauchschmerzen, ist es wichtig, eine aufrechte Position einzunehmen. Du solltest in diesen Situationen auf keinen Fall deinen Bauch einziehen. Stelle dich lieber aufrecht hin und atme bewusst ein und aus. Lasse den Atem tief in deinen Bauch hineinfließen. Dabei baut sich eine kurze Spannung auf, die beim Ausatmen wieder abfällt. Du kannst deine eine Hand zudem auf deinen Bauch legen und die andere auf deinem Brustkorb platzieren und die Augen schließen. So konzentrierst du dich voll und ganz auf deine Atmung. Dein Darm kann sich entspannen und der Schmerz klingt ab. Falls du die Möglichkeit hast, dich hinzulegen, versuch auch dies. Nimm am besten die Rückenposition ein, streck deine Beine und Arme aus und achte auch hier wieder auf eine gleichmäßige und ruhige Atmung. Bist du entspannt, wird sich das positiv auf deinen Darm und Bauch auswirken. Falls deine Beschwerden nicht abklingen, empfehlen wir dir in jedem Fall, einen Arzt aufzusuchen.

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