Laktoseintoleranz oder Milchallergie - Wo liegen die Unterschiede?

04.08.2017 09:58



Ob in den Medien oder in Ratgebern ‒ immer häufiger hört man von Menschen, welche Milchzucker, also die sogenannte Laktose, nicht vertragen. Es gibt verschiedene Gründe weshalb man auf Milch verzichten muss, will oder soll.  Zum einen kann die bereits angesprochene Laktoseintoleranz ein Grund dafür sein, aber auch eine Milcheiweißallergie kann einem den Verzehr von Milch- sowie Milchprodukten verbieten.

Dabei sollte aber immer beachtet werden, dass eine Milcheiweißallergie nicht das Gleiche wie eine Milchzuckerunverträglichkeit ist. In beiden Fällen können zwar nach dem Verzehr von Milchprodukten ähnliche Symptome, wie Verdauungsbeschwerden, auftreten, dennoch unterscheiden sich die Milcheiweißallergie und die Laktoseintoleranz essenziell. Wo die Unterschiede liegen, wollen wir Dir im Folgenden erklären.

 

Die Milchallergie - Widerstand des Immunsystems 

Während eine Laktoseintoleranz auch im Erwachsenenalter verbreitet ist, trifft eine Milchallergie vor allem bei kleinen Kinder, meist Babys auf, die nach dem Abstillen als erste Nahrung, nach der Muttermilch, Kuhmilch trinken. Wenn eine Milchallergie vorliegt, reagiert das Immunsystem über und greift das Eiweiß mit sogenannten IgE-Antikörpern an. Dadurch entstehen Allergiesymptome im Verdauungstrakt, auf der Haut oder aber auch in den Atemwegen. Diese äußern sich durch Verdauungsprobleme, Kribbeln im Mund, Juckreiz und Schwellungen an den Schleimhäuten sowie im schlimmsten Fall mit Atemnot. Eine Milcheiweißallergie tritt hierzulande bei ca. 5-7% der Menschen im ersten Lebensjahr auf und entwickelt sich meist bis zum Schulalter wieder zurück. Wenn eine derartige Allergie bei Babys oder Kindern festgestellt worden ist, sollte demnach in regelmäßigen Abständen unter Aufsicht eines Kinderarztes getestet werden, ob Milch und wenn ja in welcher Menge wieder vertragen werden kann, um unnötige Nahrungseinschränkungen zu vermeiden. Bei der Milchallergie handelt es sich also um eine konkrete Allergie auf das in der Milch enthaltene tierische Eiweiß, sodass gar keine Milchprodukte, demnach auch keine mit einem niedrigen oder reduzierten Laktosegehalt, vertragen werden. Daher helfen an dieser Stelle auch keine Laktasepräparate. LactoJoy oder andere derartige Präparate eignen sich nur bei einer festgestellten Laktoseintoleranz, jedoch nicht bei einer Milchallergie. Du solltest, sofern Beschwerden nach dem Verzehr von Milchprodukten bei Dir oder Deinem Kind auftreten, einen Arzt aufsuchen und Dich testen lassen. In keinem Fall solltest Du eine Eigendiagnose stellen, sondern Dir einen ärztlichen Rat bzw. eine Diagnose einholen.

 

Laktoseintoleranz: Dein Körper verträgt keinen Milchzucker

Bei einer Laktoseintoleranz ist Dein Körper nicht in der Lage, den in der Milch enthaltenen Milchzucker, die Laktose, zu spalten und zu verdauen. Grund dafür ist ein Mangel des Verdauungsenzyms Laktase. Kann der Milchzucker nicht in die verwertbaren Zuckerarten aufgespalten werden, gelangt er in den Dickdarm, wo die Darmbakterien die Laktose aufnehmen und sie vergären. Die durch die Gärung entstehenden Gase führen zu den typischen Beschwerden einer Laktoseintoleranz wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Im Gegensatz zur Milcheiweißallergie ist das Immunsystem bei einer Laktoseunverträglichkeit nicht involviert. Da sich die Symptome oft ähneln, werden die Laktoseintoleranz und die Milcheiweißallergie oft verwechselt. Dabei ist die Milchzuckerunverträglichkeit streng genommen keine Allergie, sondern lediglich das ausreichende Fehlen des Enzyms Laktase, welches im Darm für die Verdauung von Milchzucker zuständig ist. Im Gegensatz zu der Milchallergie musst Du daher bei einer Laktoseintoleranz nicht auf alle Milchprodukte verzichten. Du kannst diese Form der Unverträglichkeit mit Laktasepräparaten, wie LactoJoy oder Kuhmilch-Alternativprodukten, wie z.B. Soja-Produkten, umgehen und vermeiden.

Eine Laktoseintoleranz entsteht nicht wie die Milchallergie im Kindesalter, noch bildet sie sich über die Zeit zurück. Während die Milchallergie oftmals eine zeitlich begrenzte Allergie darstellt, kann eine Laktoseintoleranz auch erst im Erwachsenenalter auftreten und meist ein ganzes Leben bestehen bleiben. So kann sie beispielsweise ein Resultat von speziellen Medikamenten, wie Antibiotika, sein. Darüber hinaus kann sie auch angeboren, erworben oder vererbbar sein. Wenn Du bei Dir oder Deinem Kind anhaltende Magen-Darm-Beschwerden bemerkst, solltest Du damit grundsätzlich zu Deinem Hausarzt gehen, um diese abklären zu lassen. Sollte sich der Verdacht auf eine Laktoseintoleranz bestätigen, kann Dir Dein Arzt entsprechende Behandlungsoptionen empfehlen und wichtige Informationen zu einer laktosefreien Ernährung geben. Ebenso kannst Du aber auch im Fall einer festgestellten Laktoseintoleranz auf Laktasepräparate, wie LactoJoy, zurückgreifen. Diese erleichtern Dir Deinen Alltag in vielerlei Hinsicht.

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