Laktoseintoleranz ist weltweit verbreitet

05.01.2018 10:00

Weltweit


„Trink deine Milch, damit du groß und stark wirst!“ – wer hat das als Kind nicht zu hören bekommen? Ja, in Maßen ist Milch ist gesund - nur nicht jeder von uns verträgt sie. Denn der enthaltene Milchzucker verursacht bei etwa 70-80 Prozent der Weltbevölkerung schlimme Beschwerden: Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen. Wer keine Milch verträgt, ist also nicht krank. Ganz im Gegenteil…


„Milchtrinker“ sind in der Minderheit 

Besonders in warmen Regionen ist eine Milchzuckerunverträglichkeit stark verbreitet. In Asien und großen Teilen Afrikas können sogar mehr als 90 Prozent der Menschen keine Milch- oder Milchprodukte verdauen. Ihnen fehlt das Enzym Laktase, mit dem der Körper den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) aufspaltet, um ihn verwerten zu können. Ohne dieses Enzym gelangt die Laktose als ganzes Molekül in den Darm. Und das ist für die dort lebenden Bakterien ein regelrechtes Festmahl. Die kleinen Verdauungshelfer vergären die Laktose und so entstehen Gase, die zu Blähungen führen. Zudem entsteht Milchsäure. Die Folge: Durchfall. 

Bei fast allen Säuglingen weltweit ist das Enzym Laktase besonders aktiv. Denn nur so können Babys die Muttermilch verdauen. Nach dem Abstillen sinkt jedoch die Aktivität des Enzyms. Das ist ein ganz natürlicher Prozess. Somit geht die Fähigkeit zum Spalten der Laktose normalerweise verloren. Man verträgt dann keine Milch mehr. 


Warum vertragen die meisten Europäer Milch? 

Seit etwa 7500 Jahren können Menschen aus kälteren Regionen und die meisten Europäer aufgrund einer Genmutation ein Leben lang Milch trinken. Ein evolutionärer Vorteil, Milch lieferte nämlich eine zusätzliche Nahrungsquelle. Einige Forscher schulden die Entstehung dieser Genmutation dem Wetter. In Deutschland und vielen Teilen Europas scheint die Sonne nämlich nicht häufig und intensiv genug. Ohne Sonne bildet der Körper kein Vitamin D, welches besonders für den Knochenaufbau (Kalzium) wichtig ist. Mit der Ernährung kann man dieses Defizit zumindest zum Teil ausgleichen. Doch nur wenige Lebensmittel enthalten eine nennenswerte Menge an Vitamin D. Darunter: fetter Fisch wie Lachs und Milch. 


Ich bin laktoseintolerant - ist Milch damit komplett tabu? 

Selbst wer an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet, kann meist eine kleine Menge Laktose vertragen. Zum Glück! Laktose ist als solche nämlich nicht immer sofort erkennbar und oft im Kleingedruckten bei den Zutaten bzw. Inhaltsstoffen versteckt. Milchzucker ist außerdem in fast allen Fertiggerichten enthalten, ohne dass es auf der Zutatenliste angegeben werden muss. Wir empfehlen dir deshalb, immer ein Laktase-Präparat wie LactoJoy Griffbereit zu haben. Damit gehst du auf Nummer sicher. Die handliche Verpackung im modernen Look ist dein idealer Begleiter im Alltag - sie passt nämlich in jede Hand- oder Hosentasche.

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