Laktose versteckt sich in vielen Lebensmitteln - aber nicht auf der Zutatenliste

21.07.2017 10:00

Zutaten


Die oberste Regel bei einer Laktoseintoleranz ist wohl: Zutatenlisten lesen, lesen und nochmal lesen. Wusstest Du aber, dass es auch Produkte gibt, bei denen Laktose gar nicht aufgeführt wird, aber trotzdem versteckt ist? Obwohl 75% der Menschen weltweit laktoseintolerant sind, gibt es immer noch Produkte, bei denen Laktose nicht klar auf der Zutatenliste vermerkt ist. Wir verraten Dir, bei welchen Lebensmitteln sich Laktose versteckt und Du besonders vorsichtig sein musst.

 

Laktose steht nicht auf der Zutatenliste

Seit 2005 gibt es strenge gesetzliche Regelungen, die besagen, dass alle Produkte mit Laktose entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Wenn Du daher laktoseintolerant bist, hilft es Dir immer genau die Zutaten eines Produktes zu lesen. Doch die Lebensmittelindustrie wäre nicht so erfolgreich, wenn sie nicht auch hier ein Schlupfloch finden würde: Wenn in einem Produkt eine Zutat mit Milchbestandteilen enthalten ist und nicht direkt reine Laktose verarbeitet wird, muss Laktose nicht wörtlich auf der Zutatenliste aufgeführt werden. Dies ist beispielsweise bei Butter, Käse, Kefir und auch Molkepulver der Fall. Aber auch einige Süßigkeiten bleiben nicht verschont: In manchen Sorten Fruchtgummi und Bonbons wird je nach Sorte Joghurt-, Milchpulver oder Kondensmilch verarbeitet, sodass auch hier das Wort „Laktose“ nicht bei den Zutaten stehen muss.

 

Laktose macht Brötchen und Wurstwaren knackig braun

Von der gesetzlichen Regelung sind ebenfalls unverpackte Lebensmittel ausgenommen, wie beispielsweise Brot vom Bäcker oder frische Wurst von der Fleischtheke. Problem dabei ist: Auch in diesen Lebensmitteln ist oft Laktose versteckt. Wusstest Du beispielsweise, dass Laktose gerne dazu eingesetzt wird, dass Backwaren so schön braun und appetitlich aussehen oder Grillwürste so lecker braun und knackig wirken? Daher solltest Du auch bei Keksen, Kuchen und Wurstwaren vorsichtig sein und vorsichtshalber beim Bäcker oder den Mitarbeitern von der Wursttheke nachfragen - oder noch besser in der ausliegenden Liste die Inhaltsstoffe der Produkte selbst nachlesen, dazu sind diese nämlich verpflichtet.

 

Auch in Wein versteckt sich Laktose

Ein ähnliches Problem gibt es bei Wein: Laut Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) müssen alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Alkohol % vol. keine Zutatenliste tragen – allein Bier ist von dieser Regelung ausgenommen. Oft ist in Wein aber durch verschiedene Gärprodukte Laktose versteckt, wenn auch in geringen Mengen.

 

Laktose als Hilfe in der Lebensmittelindustrie

Zudem ist Laktose nicht nur in typischen Milchprodukten wie Käse oder Joghurt enthalten, sondern wird in der Lebensmittelindustrie gerne eingesetzt, da es ein günstiger Zusatzstoff mit vielen gut nutzbaren Eigenschaften ist. So hat Laktose beispielsweise eine hohe Wasserbindungsfähigkeit, was für Lebensmittelhersteller von Vorteil ist, um ein Produkt mit Hilfe von Wasser schwerer zu machen. Bei fettreduzierten Lebensmitteln wird Laktose daher gerne eingesetzt, um sie voluminöser zu machen, ohne die Kalorienmenge dabei wesentlich zu verändern. Ebenso versteckt sich Laktose als Bindemittel oft in Fertig- und Tiefkühlgerichten wie beispielsweise einem gefrorenen Schnitzel. Auch hier wiegt das Produkt durch die Laktose mehr, ohne dass der Hersteller große zusätzliche Kosten hat.

Eine weitere günstige Eigenschaft von Laktose ist, dass durch die Zugabe eine höhere Festigkeit und ein angenehmes Mundgefühl in einem Lebensmittel erreicht werden kann. Daher wird Laktose nicht nur gerne im Joghurt, sondern auch in Fertigsaucen und Kartoffelpüree- oder Knödelpulver eingesetzt. Vorsicht ist auch bei Dosengemüse geboten - vor allem wenn dieses bereits mit einer Soße versehen wurde.

 

Bei Medikamenten wirkt Laktose verdauungsfördernd

Aber auch in viele Medikamenten versteckt sich Laktose: Hier wird der Milchzucker dank seines verdauungsfördernden Wirkstoffs und seiner guten Wasserbindungskapazitäten als Bindemittel häufig in Kapseln, Tabletten, Pulvern und Dragees eingesetzt.

Kleine Anekdote: Selbst in Durchfalltabletten, einem häufigen Symptom bei Laktoseintoleranz, ist oft Laktose versteckt. Gleiches gilt für die Anti-Baby-Pille. Am besten ist es, gleich beim Arzt oder Apotheker nachzufragen, ob das verschriebene Medikament Laktose enthält oder es Ausweichmöglichkeiten gibt.

 

Bei Unsicherheiten einfach eine LactoJoy nehmen

Wenn Du Dir also unsicher bist, ob in einem Produkt Laktose versteckt ist, hilft es, direkt beim Hersteller oder Verkäufer nachzufragen. Sind sich auch diese nicht zu 100% sicher, ob Laktose in einem Produkt enthalten ist, können Laktase-Präparate wie LactoJoy eine große Hilfe sein. Die LactoJoy können Dir dabei helfen, die sonst auftretenden Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren oder sogar ganz zu verhindern. Der Rest der Laktase, den Dein Körper nicht braucht um Produkte mit Laktose zu verarbeiten, scheidet er auf normalem Weg wieder aus.

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