Kalziummangel - Symptome und Hilfe

09.03.2018 10:00

Mangel

Die Gründe für einen Kalziummangel liegen scheinbar auf der Hand: Einseitige Ernährung, extreme Diäten, Milchzuckerunverträglichkeit, Schwangerschaft und nicht selten sind auch Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Magnesiummangel schuld, wenn die Kalziumzufuhr auf der Strecke bleibt. Darüber brauchst du dir natürlich keine Gedanken machen. Du trinkst deinen Kaffee schließlich mit kalziumreicher Milch, auf deinem Frühstücksbrötchen landet Käse und Obst und Gemüse stehen sowieso täglich auf deinem Speiseplan. Nur leider schützt eine ausreichende Zufuhr von Kalzium nicht zwangsläufig vor einem Mangel. Damit der Körper das lebenswichtige Mineral in den Knochen speichern kann, braucht er nämlich eine kleine Hilfestellung: Vitamin D.


Was ist Vitamin D? 

Streng genommen handelt es sich nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon, das vom Körper mit der Hilfe des Sonnenlichts (UVB-Strahlung) gebildet werden kann. Vitamin D ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Es hilft unter anderem dem Organismus dabei, Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen. An einem Vitamin-D-Mangel leiden im meist sonnenarmen Deutschland gut 80 %. Vor allem in den Wintermonaten reicht die nötige Sonnenbestrahlung nicht aus. Die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu produzieren, nimmt außerdem mit steigendem Lebensalter ab. Eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung ist schwierig. Fettreicher Fisch, Eigelb und Milchprodukte sind zum Beispiel reich an Vitamin D. Experten empfehlen deshalb vor allem in der dunklen Jahreszeit entsprechende Präparate einzunehmen. 


Wie macht sich ein Kalziummangel bemerkbar? 

Meist bemerkt man einen anfänglichen Mangel kaum, weil der Körper den Bedarf aus dem Knochengewebe deckt. Erst bei einem schweren Mangel können folgende Symptome auftreten:


- leichtes Kribbeln in den Händen und auf der Haut 

- Muskelkrämpfe 

- trockene Haut und Ekzeme 

- brüchige Nägel oder Haarausfall 

- Osteoporose 

- Durchfall oder Verdauungsstörungen 

- Stimmungsschwankungen 

- Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck 

- Beeinträchtigung des Sehvermögens 


Folgen eines Kalziummangels 

Füttert man den Körper nicht täglich mit mindestens mit 1000 mg Kalzium, holt er sich das fehlende Mineral aus seiner Kalziumbank: den Knochen. Die Folge: Osteoporose. Eine tückische Krankheit, die sich langsam, still und meist unbemerkt entwickelt. Dabei verlieren die Knochen an Festigkeit, sie können schneller brechen. Der Halt und die Stabilität von unserem Gerüst, dem Skelett, nimmt ab. 


Was kann ich bei einem Kalziummangel tun? 

Eine eindeutige Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung lässt sich ein Kalziummangel aber in der Regel vorbeugen. Mit der Einnahme von Kalzium- und Vitamin D-Präparaten geht man auf Nummer sicher. Übrigens: Kaffee, Alkohol, Nikotin, Fett, Zucker und zu viel Salz führen zu einer vermehrten Ausscheidung und sind somit Gift für den Kalziumspeicher.

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