Immunsystem - So bringst du deine Abwehr auf Hochtouren

27.04.2018 10:00


Krankheitserreger lauern überall: Auf Oberflächen, an Türklinken oder in der Luft. Wenn wir uns verletzen, dringen Bakterien in die Wunde. Viren atmen wir ein. Und beim Essen und Trinken nehmen wir Parasiten auf. In unserem Organismus haben diese ungebetenen Gäste aber nichts zu suchen. Bekommt unser Körper dennoch Besuch von einem dieser Unruhestifter, wird das Immunsystem aktiv. Es besteht aus Milliarden Zellen, die durch den Körper rund um die Uhr wie eine Gesundheitspolizei patrouillieren. Im ständigen Kampf gegen Eindringlinge sorgen sie für unser Wohlbefinden - und das meist sogar völlig unbemerkt.


Wie funktioniert unser Abwehrsystem? 

Die erste Barriere gegen Krankheitserreger bilden die Oberflächen der Innen- und Außenseite des Körpers. Haut und Schleimhäute wirken wie ein Schutzwall. Ein Enzym in Mundspeichel und Tränenflüssigkeit zerstört die Zellwände von Bakterien. Der Schleim an den Bronchien sorgt dafür, dass eingeatmete Erreger hängen bleiben. Und Parasiten, die durch die Nahrung in den Körper gelangen, werden meist von der Magensäure gestoppt. Um Keime, die dennoch die erste Barriere unbeschadet überwunden haben, kümmert sich im Körper die zweite Abwehrfront. Hier kämpfen weiße Blutkörperchen mit einem hochkomplexen System gegen die Krankheitserreger. Sie werden in mehrere Untergruppen geteilt. Darunter befinden sich zum Beispiel die sogenannten Fresszellen, die Fremdstoffe aufnehmen, sie verdauen und vernichten. Spürbare Symptome wie Fieber, Schnupfen, Husten und Halsschmerzen gehören ebenfalls zum Abwehrsystem - das Immunsystem läuft dann auf Hochtouren. Eine erhöhte Körpertemperatur kurbelt nämlich die Produktion von weißen Blutkörperchen an. 


Immun-Booster für eine starke Abwehr 
 

Ein stabiles Immunsystem bewahrt dich vor Krankheiten und steigert somit deine Lebensqualität. Diese fünf Tipps helfen dir, deine Abwehrkräfte zu stärken: 

1. Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung und erhöht den Sauerstoffgehalt in deinem Körper. Der Stoffwechsel kommt in Schwung, wir bekommen neue Energie und tanken dabei gleichzeitig unseren Vitamin-D-Haushalt auf. 
 

2. Vermeide Stress-Situationen! Denn dabei setzt dein Körper eine Reihe von Abwehrreaktionen in Gang. Unser Körper fährt die Produktion von Abwehrzellen zurück. Das Hormon Adrenalin wird produziert, der Organismus gerät in Verteidigungsbereitschaft. Damit sich der Körper anschließend beruhigen kann, wird Cortisol ausgeschüttet. Und dieses Stresshormon dämpft das Immunsystem und bringt es aus dem Gleichgewicht.
 

3. Rund 70 % der Abwehrzellen leben im Darm. Eine gesunde Darmflora ist deshalb für ein starkes Immunsystem enorm wichtig. Probiotika helfen dabei, die Mikroorganismen ins Gleichgewicht zu bringen. 
 

4. Schlaf macht gesund. Im Ruhezustand produziert der Körper nämlich besonders viele Abwehrzellen. 
 

5. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist das A&O. Denn die Zellen des Immunsystems müssen ständig nachproduziert werden - und dafür benötigen sie eine gute Versorgung an Vitaminen und Spurenelementen. Die Wichtigsten sind: 



Vitamin A, es trägt zur Erhaltung der Schleimhäute bei, die den Eintritt von Keimen in den Körper erschweren. Vitamin C schütz die Abwehrzellen vor Schädigung. Außerdem regt es die Bildung weißer Blutkörperchen an und wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten. Vitamin E ist ein wichtiger Schutz für Immunzellen, es bewahrt sie vor oxidativem Stress, also einem vermehrten Anfall von schädigenden, freien Radikalen. 
 
 

Vitamin D3 ist unverzichtbar für das Immunsystem, es regt die Produktion der körpereigenen Abwehrstoffe an und unterstützt die Zerstörung von Krankheitserregern. Der Bedarf an Vitamin D lässt sich über die Nahrung kaum decken. Der Körper bildet es selbst - allerdings nur wenn die Hautzellen mit den UV-Strahlen des Sonnenlichts in Kontakt kommen. Gerade in den Wintermonaten wird deshalb ein Nahrungsergänzungspräparat empfohlen - die perfekte Ergänzung dazu ist Vitamin K2. Vitamin K hilft bei der Bildung von Zellen, es reguliert die Blutgerinnung und leitet Kalziumüberschüsse vom Blut in die Knochen. 
 
 

Zink lässt nachweislich Erkältungen kürzer und leichter werden. Es hilft nämlich den Abwehrzellen, schädliche Angreifer schneller zu finden und auszuschalten. Zink hemmt zudem das Wachstum von Viren und bremst die Vermehrung der Erreger, gleichzeitig erhört es die Anzahl der Abwehrzellen. 
 
 

Selen schützt den Körper vor freien Radikalen und stimuliert die Produktion von Antikörpern, die für den Kampf gegen eindringende Krankheitserreger notwendig sind. 
 
 

Eisen erhört die Aktivität der Fresszellen und hilft dabei, Fremdstoffe und Krankheitserreger zu bekämpfen. 
 
 

Magnesium ist essentiell für jede Zelle, jedes Gewebe und jedes Organ in unserem Körper. Es stärkt das Abwehrsystem, in dem es unter anderem die Produktion von weißen Blutkörperchen fördert.

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