Gesundes Herbstgemüse: Der Kürbis

22.10.2015 21:50


Wer hätte das gedacht? Der Kürbis gehört zur Familie der Beeren. Nicht nur als Halloweendekoration macht sich der Kürbis beliebt. Viel besser macht er sich noch auf unserem Teller. Denn das leckere Fruchtfleisch punktet durch seinen niedrigen Fettgehalt und viele wichtige Nährstoffe.

Vitalstoffe gegen Zivilisationskrankheiten

Das Kürbisfruchtfleisch enthält wichtige Antioxidantien, die uns gegen viele Zivilisationskrankheiten schützen. So hat Kürbis beispielsweise eine lindernde und präventive Wirkung bei Infektionskrankheiten, Krebs, Depressionen und Hautkrankheiten, aber auch bei Entzündungen.

Kalorienarmes Gemüse für Figurbewusste

Mit etwa 26 kcal pro 100 g und zugleich vielen Ballaststoffen ist der Kürbis eine kalorienarme und leckere Schlemmerei. Die entwässernde Wirkung leitet Giftstoffe aus und sorgt für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. Auch für Diabetiker ist der Kürbis deshalb eine gute Wahl, auch weil er die Erneuerung der geschädigten Bauchspeicheldrüsenzellen anregt.

Orangenes Fruchtfleisch für bessere Sehkraft

Das Fruchtfleisch von Kürbissen kann je nach Sorte weiß, gelb, grün oder orange aussehen. Gerade das orangene Fruchtfleisch – z.B beim Hokkaido-Kürbis – weist auf einen hohen Beta-Carotin-Anteil hin. Dieses Antioxidans wirkt entzündungshemmend und schützt unsere Zellen vor freien Radikalen. Beta-Carotin wird in unseren Zellen außerdem in Vitamin A umgewandelt und das ist außerordentlich wichtig für unsere Sehkraft.

Gesunder Knabberspaß

Nicht nur das Fruchtfleisch kann zu Suppen, Marmeladen, Aufläufen oder Kuchen weiterverarbeitet werden. Die gesunden Kürbiskerne gibt es sozusagen gratis dazu. So machen sie sich auf Broten, in Salaten oder auch als Snack für zwischendurch besonders gut und machen nebenbei noch gute Laune. Denn die Kerne enthalten die Aminosäure Tryptophan, die für die Produktion des Glückshormons Serotonin zuständig ist. Schon eine Handvoll Kürbiskerne am Tag wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus.

Der Kürbis in der Küche

Früher war der Kürbis als „Arme-Leute-Essen“ verschmäht oder als Futter für die Tiere verwendet worden. Glücklicherweise ist das leckere Herbstgemüse heute weitestgehend rehabilitiert. In Suppen, Aufläufen, als Gemüsebeilage, Chutney oder als Kuchen und Marmelade findet der Kürbis vielseitige Verwendung. Praktisch: Kürbis kann man lange Zeit lagern, manche Sorten sogar bis zu einem Jahr! Wer keine Lust hat auf aufwendiges Schälen mit großen Messern, der sollte auf den Hokkaido-Kürbis zurückgreifen. Die wohl beliebteste Sorte mit dem leuchtend orangenen Fruchtfleisch kann mit Schale verzehrt werden – sogar als Rohkost.

Unser Rezept soll euch an kühler werdenden und stürmischen Herbsttagen von innen wärmen und gegen die aufkommende Erkältungswelle wappnen. Guten Appetit!

Unser Rezept: Kürbiscremesuppe

  • 200 g Kartoffeln
  • 500 g Hokkaido-Kürbisfruchtfleisch (oder andere Sorten)
  •  1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Sojacreme
  • 800 ml Gemüsesuppe
  • 20 g Ingwer
  • Salz
  • Pfeffer 
  • Kürbiskerne nach Belieben
  1. Kartoffeln, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch schälen und klein schneiden, Hokkaido-Kürbis klein schneiden (Schale kann mitgegessen werden).
  2. Erst die Zwiebeln, dann den Knoblauch und Ingwer im Olivenöl anbraten, dann die Kürbisstücke hinzugeben und anschwitzen lassen.
  3. Gemüsesuppe und Kartoffeln hinzugeben und bei schwacher Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen. Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne kurz anrösten.
  4. Die Suppe im Anschluss pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Sojacreme unterrühren und die Suppe auf die Teller verteilen. Mit den Kürbiskernen bestreuen.
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