Ein gesunder Darm

10.10.2016 12:07


Der Darm: Unser größtes Organ

Er ist mit einer Länge von ca. 6 Metern, aber nur wenigen Zentimetern im Durchmesser, unser größtes inneres Organ. Er verfügt über Millionen von Nervenzellen, die in direktem Kontakt zum Gehirn stehen. Mehrere Millionen Zotten an den Innenwänden ergeben zusammen eine Oberfläche von etwa 30 bis 40 Quadratmetern. In der Schleimhaut des Dickdarms befinden sich über 70 % der Abwehrzellen unseres gesamten Immunsystems, die Krankheitserreger und Giftstoffe unschädlich machen müssen. Unterstützt werden die Zellen bei dieser Aufgabe durch Milliarden von Bakterien und Pilzen. Diese bilden mit mehr als 500 Arten die Darmflora.
 

 Die Aufgaben des Darms

Ausgehend von 75 Lebensjahren passieren ungefähr 30 Tonnen der aufgenommenen Nahrung plus 50.000 Liter Flüssigkeit dieses Organ.

Nachdem das gekaute Essen in unserem Magen zu einem Speisebrei verarbeitet wurde, werden die verwertbaren Nahrungsbestandteile erschlossen. Daraus gewinnt der Dünndarm die benötigte Energie. Gleichzeitig wird unser Blutkreislauf mit existenziellen Nährstoffen versorgt.
Darauf folgend entzieht der Dickdarm den Nahrungsresten die verbliebene Flüssigkeit. Der jetzt verfestigte "Brei" kann nun ausgeschieden werden. Bei einer Laktoseintoleranz ist dieser komplexe Vorgang gestört, daher entstehen Beschwerden bei der Vardauung.


Alarmzeichen für Darmerkrankungen

Wer öfters unter Diarrhö (Durchfall) leidet, massiv an Gewicht verliert oder dauerhaft Bauchschmerzen verspürt sollte umgehend einen Gastroenterologen (Magen-Darm-Spezialist) oder den Hausarzt konsultieren. Auch um abzuklären, ob vielleicht eine Laktoseintoleranz vorliegt.


Mit welchen Verhaltens- und Lebensweisen bleibt der Darmtrakt möglichst gesund?

Eine "bunte" Ernährung nach dem Ampelsystem liefert dir nicht nur ein ausgewogenes Verhältnis an Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren sondern ist sehr hilfreich bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Eine fettreiche Ernährung, besonders mit gesättigten Fettsäuren und einem hohen Prozentsatz an versteckten Fetten solltest du durch eine fettarme Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6) ersetzen.
Gluten gehört häufig zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten und du solltest es in Maßen konsumieren, da es für Verdauungsbeschwerden und weitergehende Symptome verantwortlich sein kann. Besser sind Brote und Teigwaren aus Roggen, Dinkel, Emmermehl und Einkorn.

Wenn du generell ein träges Darmgefüge hast, kannst du dieses mit "Darmgymnastik" mobilisieren. Einfach täglich eine 1-2 kg Hantel auf den Bauch legen und in Intervallen ca. 100 mal rauf und runter bewegen und den Darm dadurch massieren.
Der regelmäßige Verzehr von Ballaststoffen wie eingeweichter Leinsamen, Haferkleie mit Keim- oder Flohsamen helfen bereits nach kurzer Zeit und dauerhaft ohne Gewöhnungseffekt. Auch Kokosmehl, Erdmandeln oder Chiasamen können helfen.
Mehrmals die Woche solltest du bewegungsaktiven Sport ausüben, da dieser die Verdauung anregt. Ein täglicher Spaziergang flotten Schrittes (die berühmten 10.000 Schritte) ist für eine gute Verdauung förderlich.
Zudem solltest du täglich 2-3 Liter Wasser trinken, um Gifte auszuscheiden. Auch das Kauen spielt eine Rolle: Je besser das Essen gekaut wird, umso besser ist die Verdauung.
Gewürze wie Ingwer und Kurkuma sind eine Labsal für unseren Darm. Ingwer (frisch oder gemahlen) hemmt die Vermehrung von Dickdarmbakterien. Mehreren Studien zufolge soll Kurkuma sogar das Darmkrebsrisiko verringern.

Bei einer Laktoseintoleranz solltest du Milchprodukte aus Kuhmilch mit dem Milchzucker Laktose, die eine verschleimende und verstopfende Wirkung haben, reduzieren. Sie lassen sich aber sehr gut durch Mandel-, Reis-, Hafer- und Sojamilch ersetzen.
Kommt es aber mal zur Gelegenheit des Genusses von Kuhmilch und folglich zu einem Problem, hilft dir dein treuer Begleiter LactoJoy.


Wie gelingt eine Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten?

Der Verdauungstrakt braucht dafür wahrscheinlich weniger Zeit als wir Menschen, denn wir müssen uns zwischendurch erfahrungsgemäß immer mal wieder selbst motivieren. Aufgrund seiner Lernfähigkeit nimmt er die veränderte Nahrungszufuhr wahr, stellt seine "Arbeit" korrektiv um und kann gesunden. Ein solcher Gesundungsprozess überträgt sich, je nach Stadium und Art der evtl. bereits bestehenden Erkrankung(en) auf den gesamten Organismus.

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