Die Laktoseintoleranz - Fakten und Mythen

11.08.2017 10:09



Laktoseintoleranz ist seit einiger Zeit DAS
Thema im Bereich der Ernährungswissenschaften. Doch leider gibt es dadurch nicht nur viele weitverbreitete Tricks und Tipps für Personen mit einer Laktoseintoleranz, sondern es sind auch viele Mythen und Halbwahrheiten in Bezug auf die Laktoseintoleranz im Umlauf. Um Klarheit zu schaffen, klären wir Euch im folgenden Blogbeitrag über die zehn meistverbreiteten Mythen rund um Laktoseintoleranz auf.

 

1. Laktoseintoleranz ist doch nur eine neumoderne Trenderkrankung

Die Aussage „Früher gab es die Laktoseintoleranz doch nicht, das ist doch nur Geldmacherei“ wird besonders oft im Internet diskutiert. Die Behauptung stimmt allerdings nicht. Denn schon den alten Römern war bekannt, dass Menschen auf den Verzehr von Milch mit bestimmten Symptomen reagieren können. Bereits Hippokrates beschreibt um 400 v. Chr. Beschwerden nach der Einnahme von Milch. Im 17. Jahrhundert wurde schließlich Laktose in Milch entdeckt und im 19. Jahrhundert herausgefunden, dass die Laktose zu den Symptomen führte. Richtig erforscht wurde das Thema Laktoseintoleranz jedoch erst in den letzten 60 Jahren.


2. Intoleranz oder Allergie – das ist doch dasselbe

Eine Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern sie ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Während bei einer Allergie das Immunsystem direkt beteiligt ist, ist das Immunsystem bei einer Unverträglichkeit nicht überempfindlich und es treten medizinisch ungefährliche Beschwerden auf. So verursacht die Laktoseintoleranz Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen bis hin zu Durchfall, die zwar unangenehm aber nicht lebensgefährlich sind. Wenn man laktoseintolerant ist, fehlt einem das richtige Werkzeug – also das Enzym Laktase – um den Milchzucker im Dünndarm aufzuspalten. Der Milchzucker gelangt dadurch unverdaut in den Dickdarm. In Deutschland sind ca. 15% der Menschen laktoseintolerant, weltweit sind es sogar ca. 75%.


3. Milchzucker ist nur in Milch enthalten

Das stimmt nicht. Da Laktose ein günstiger Zusatzstoff mit vielen gut nutzbaren Eigenschaften ist, wird er von der Lebensmittelindustrie gerne eingesetzt. Laktose dient unter anderem als Bindemittel und als Gewichtsverstärker. Daher ist insbesondere bei Fertiggerichten und fettreduzierten Lebensmitteln Vorsicht geboten. Die Zutat „Milchsäure“ hat dagegen mit Milch nur den Namen gemeinsam und nichts mit Laktose zu tun. Wenn Du daher das Wort „Milchsäure“ in einer Zutatenliste findest, ist der Verzehr des Lebensmittels völlig unproblematisch.


4. Bei einer Laktoseintoleranz sind Milchprodukte vom Essensplan gestrichen

Bei einer Laktoseintoleranz gibt es unterschiedliche Ausprägungen, sodass jeder Betroffene je nach Schweregrad unterschiedliche Mengen an Milchzucker verträgt. Zudem enthält nicht jedes Lebensmittel, welches aus Milch hergestellt wurde, Laktose. So ist beispielsweise reiferer Käse wie Appenzeller oder Cheddar oft laktosearm bzw. –frei. Hier gilt die Faustregel: Je reifer der Käse, desto weniger Laktose. Nicht zuletzt machen Laktase-Präparate wie LactoJoy den Verzehr von Milchprodukten auf einem einfachen, angenehmen Weg möglich.


5. Anstatt Kuhmilch kann man einfach Schafs- oder Ziegenmilch nehmen

Dieses Gerücht hört man immer wieder, aber es ist (leider) falsch. Denn sowohl in Schafs- als auch in Ziegenmilch ist ungefähr die gleiche Menge Laktose enthalten. Dies gilt übrigens auch für Kamelmilch. Einzig und allein ein Säugetier ist bekannt, welches laktosefreie Milch gibt: Der kalifornische Seelöwe.


6. Spezialprodukte stehen nun für immer auf meiner Einkaufsliste

Das möchte die Lebensmittelindustrie Dir sicherlich gerne glaubhaft machen, um Ihre Waren zu vermarkten und zu verkaufen. Doch oft sind die Waren viel zu teuer und nicht einmal notwendig. Es gibt genug Lebensmittel wie Butter und Käse, die von Natur aus arm an Laktose sind. Zudem lassen sich verschiedene Lebensmittel auch ersetzen. So kannst Du beispielsweise Vollmilch-Schokolade einfach durch Zartbitteschokolade ersetzen. Solltest Du doch mal Lust auf Vollmilch-Schokolade oder andere laktosehaltige Lebensmittel haben, helfen Dir Laktase-Präparate wie LactoJoy, um Beschwerden wie Durchfall und Co. aus dem Weg zu gehen.


7. Ist Laktose in der Zutatenliste nicht aufgeführt, ist sie auch nicht enthalten

So schön diese Vorstellung auch wäre, leider stimmt sie nicht. Denn wenn in einem Produkt eine Zutat mit Milchbestandteilen enthalten ist und nicht direkt reine Laktose verarbeitet wird, muss Laktose nicht wörtlich auf der Zutatenliste aufgeführt werden. So musst Du bei Zutaten wie beispielsweise Milch, Milcheiweiß, Sahne, Quark oder Süßmolkepulver auf dem Etikett vorsichtig sein, da hier die Angabe, dass Laktose enthalten ist, gesetzlich nicht erforderlich ist.


8. Produkte mit dem Hinweis „kann Spuren von Milch/Laktose enthalten“ sollte ich meiden

Viele verstehen den Hinweis „kann Spuren von Milch/Laktose enthalten“ als Indiz dafür, das Produkt bei einer Laktoseintoleranz nicht zu essen. Dabei sollte der Spruch eigentlich Dein neuer „bester Freund“ sein, denn er bedeutet quasi, dass keine Laktose in dem Produkt enthalten ist. Mit dem Hinweis sichern sich die Hersteller nur ab, um keine Beschwerden und gerichtlichen Klagen zu bekommen. Der Spruch sagt lediglich aus, dass in der Fabrik auch Produkte hergestellt werden, die Milch bzw. Milchbestandteile beinhalten. So könnte es beispielsweise passieren, dass nach der Reinigung eines Behälters, in dem die Produkte hergestellt werden, trotzdem noch kleine Reste von Milch zu finden sind. Diese stellen aber für Laktoseintolerante in der Regel kein Risiko dar. Daher kannst du Produkte mit der Zeile „kann Spuren von Milch/Laktose“ enthalten, im Regelfall unbedenklich essen.


9. Laktoseintoleranz kann wieder verschwinden

Dies hängt mit der Form der Laktoseintoleranz zusammen. Wenn Du die sogenannte „primäre Form“ der Laktoseintoleranz hast, die durch einen Gendefekt vererbbar ist und die mit großem Abstand die häufigste Form der Laktoseintoleranz ist, bleibt die Laktoseintoleranz ein Leben lang. Wenn Du dagegen an der „sekundären Form“ leidest, also wenn Deine Laktoseintoleranz durch die Schädigung der Dünndarmschleimhaut - durch beispielsweise eine vorrübergehende Darmerkrankung durch Antibiotika-Einnahme - aufgetreten ist, kann mit Heilung des Darms auch die Intoleranz wieder verschwinden.


10. Wenn ich Milch meide, wird es besser

Im Gegenteil: Denn wenn der Darm keine Laktose mehr verdauen muss, stellt der Körper die Produktion von Laktase ganz ein. Daher solltest Du auf den Verzehr von laktosehaltigen Lebensmittel nicht verzichten. Diese kannst Du mit Laktase-Präparaten wie LactoJoy zu Dir nehmen. Die LactoJoys können Dir dabei helfen, Milchprodukte zu Dir zu nehmen und die dabei sonst auftretenden Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren oder sogar ganz zu verhindern.


Wir hoffen, wir konnten Dir mit diesem Artikel helfen, typische Mythen rund um die Laktoseintoleranz zu klären.

#stayfresh

Dein LactoJoy-Team

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