Deine Ernährung bei einer Laktoseintoleranz

03.08.2015 21:30


Du hast nach den Untersuchungen beim Arzt die Bestätigung erhalten, dass du laktoseintolerant bist? Die folgenden Tipps helfen dir, den Alltag mit Laktoseintoleranz möglichst beschwerdefrei zu genießen:

  1. Laktosearme oder laktosefreie Ernährung: So wirst du dein eigener Ernährungsexperte

Wichtig für ein weitgehend beschwerdefreies Leben mit Laktoseintoleranz ist eine möglichst laktosearme oder laktosefreie Ernährung. Das fällt sicher erst mal nicht leicht, denn Milchzucker scheint fast überall enthalten sein. Aber bald wirst du merken, dass es auch viele laktosefreie Rezepte gibt, auf die du problemlos ausweichen kannst.

Jeder Mensch reagiert übrigens unterschiedlich stark auf Laktosemengen in Lebensmitteln. Viele müssen nicht gänzlich auf Laktose verzichten. Der einzige Weg, um deine persönliche Toleranzgrenze herauszufinden: Ausprobieren. Einige Produkte enthalten noch dazu weniger Milchzucker, als du vielleicht glaubst. Mit ein bisschen Erfahrung wirst du bald merken, welche Laktosemengen du gut vertragen kannst oder von welchen Lebensmitteln du eher Abstand halten solltest.

  1. Laktase-Präparate: Die kleinen Helfer im Alltag

Eine laktosefreie Ernährung kann in unseren Breitengraden durchaus belastend sein. Und wer möchte schon jeden Tag auf Schokolade, Pizza oder Milchkaffee verzichten? LactoJoy kann dir hier ein guter Begleitung sein. LactoJoy enthält das körpereigene Enzym Laktase und unterstützt so die Verdauung von Milchzucker. Angst vor einer Überdosierung brauchst du dabei nicht zu haben, denn die überschüssige Laktase wird vom Körper einfach wieder ausgeschieden. Laktase-Präparate ermöglichen dir also auch die Teilnahme am Geschäftsessen oder den Besuch der Uni-Mensa mit deinen Kommilitonen. 

  1. Laktosefreie Produkte im Handel: Ein zweischneidiges Schwert

Die Bandbreite an laktosefreien Lebensmitteln im Handel nimmt stetig zu und bietet auf den ersten Blick eine gute Alternative: Joghurt, Milch oder Schokolade können dank des Etiketts „frei von Laktose“ nun also auch genossen werden. Doch hier ist Vorsicht geboten: Einige Hersteller bieten „laktosefreie“ Lebensmittel an, die ohnehin wenig Milchzucker enthalten. Gereifter Käse zum Beispiel ist meistens laktosefrei. Auch Butter enthält kaum Milchzucker. Die „frei von Laktose“ - Produkte sind also nicht immer sinnvoll, zudem teurer und dienen erstrangig dem Umsatz der Lebensmittelindustrie. Übrigens: Auch Produkte mit dem Etikett „laktosefrei“ enthalten immer noch 0,1 g Laktose pro 100 g.

  1. Behandlung von sekundärer Laktoseintoleranz

Die sekundäre Laktoseintoleranz lässt sich dann behandeln, wenn sie aus einer therapierbaren Grundkrankheit hervorgeht. Hier empfiehlt sich zunächst auch eine laktosefreie Ernährung, um den Darm zu schonen und zu beruhigen. Nach einiger Zeit kann sich dann Stück für Stück wieder an laktosehaltige Lebensmittel herangetastet werden.

  1. Behandlung von kongenitaler Laktoseintoleranz

Tritt die angeborene Laktoseintoleranz bei Säuglingen auf, so muss schnell gehandelt werden, um einer Mangelernährung und Dehydrierung vorzubeugen. Es gibt laktosefreie Säuglingsmilch. Außerdem muss eine strikte laktosefreie Diät eingehalten werden.

  1. Nützliche Tipps

  • Wenn du dich fast oder gänzlich laktosefrei ernährst, solltest du dennoch auf deinen Kalziumhaushalt achten: Kalziumpräparate kann dir dein Arzt verschreiben. Aber auch viele laktosefreie Lebensmittel enthalten Kalzium.

  • Probiere doch auch mal pflanzliche Milchprodukte, wie z.B. Hafer- Kokos- oder Sojamilch.

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