8 Milchprodukte, die du trotz deiner Milchzuckerunverträglichkeit essen darfst

12.10.2018 10:00

8 Milchprodukte, die du trotz deiner Milchzuckerunverträglichkeit essen darfst

Der Verzehr von Milchprodukten kann zu sehr unangenehmen Verdauungsbeschwerden führen, wenn man von einer Laktoseintoleranz betroffen ist. Deshalb heißt es oft ohne weiter darüber nachzudenken: Milch ade! Doch was viele nicht wissen, es gibt ein paar wenige Milchprodukte, die von Natur aus so wenig Laktose enthalten, dass man sie dennoch problemlos verträgt. Welche dazugehören, erzählen wir dir hier. 

 

Butter

 

Der klassische Frühstücksbegleiter hat einen sehr geringen Laktosegehalt. 100 g Butter enthalten höchstens 1 g des Milchzuckers. Hinzu kommt, dass wohl kein Mensch kiloweise Butter isst. Viel eher wird sie lediglich als Brotaufstrich, zum Backen oder Braten verwendet. Falls dir das aber dennoch zu riskant ist, kannst du auf Butterschmalz zurückgreifen. Das ist Butter-Reinfett, was durch Entfernen von Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker gewonnen wird. Es eignet sich hervorragend als Butterersatz zum Kochen und Backen. Und beinhaltet nur 0,1 g Laktose pro 100 g. Kleine Orientierungshilfe: Produkte dürfen als laktosefrei gekennzeichnet werden, wenn der Milchzuckeranteil bei 100 g höchstens 0,1 g beträgt.

 

Gouda

 

Der beliebte Schnittkäse aus Kuhmilch, welcher nach seinem traditionellen niederländischen Herkunftsort benannt ist, ist der Dauerrenner bei Alt und Jung. Er schmeckt morgens auf dem Schulbrot genau so gut wie abends auf dem Sofa zu Weintrauben und Wein. Seine Reifezeit kann zwischen drei Wochen und drei Jahren betragen. Mit zunehmendem Alter wird der Lieblingskäse der Deutschen würziger und die Farbe entwickelt sich zu einem warmen goldgelb. Klingt köstlich und das Beste ist: Du musst auch mit einer Laktoseintoleranz nicht auf diesen Gaumenschmaus verzichten. Denn Gouda ist laktosearm und kann deshalb bedenkenlos verzehrt werden. 

 

Ein kleiner Tipp: Die meisten Anbieter verschiedener Käsesorten kennzeichnen ihre Produkte sichtbar als laktosefrei. Zudem kannst du darauf achten, wie viele Kohlenhydrate dein Käse der Wahl enthält. Liegt die Angabe bei der Unterkategorie „ohne Zucker“ bei weniger als 0,1 g ist er laktosefrei, da der Milchzucker zu den Kohlenhydraten gezählt wird.

 

 

Parmesan

 

Auch den italienischen Hartkäse, welchen bereits der venezianische Schriftsteller und als Frauenheld bekannte Casanova genoss, musst du nicht von deinem Speiseplan streichen. Der besonders für Pastagerichte geeignete Käse enthält weniger als 0,1 g Laktose auf 100 g. Also steht ja schon fest, was du dir heute zum Abendessen kochen wirst...

Camembert

 

Hast du dir nach der Feststellung deiner Laktoseintoleranz Sorgen gemacht, dass du nie wieder deinen Lieblingsburger mit Camembert und Preiselbeeren bestellen kannst? Diese Angst können wir dir nehmen. Denn obwohl der Weichkäse nicht so lange reift wie Hart- oder Schnittkäse, hält sich der Milchzuckergehalt in Grenzen. Auch Brie ist leicht verdaulich. Nur bei Frischkäse ist Vorsicht geboten. Dieser enthält nämlich um die 3 g Laktose in 100 g.

 

Feta

 

Ob leckere Spinat-Feta-Lasagne an kühlen Herbsttagen oder ein leichter Wassermelone-Feta-Salat zur Erfrischung im Hochsommer, Feta ist einfach der perfekte Begleiter für unzählige Gerichte. Der aus Griechenland stammende Schafs- und teilweise auch Ziegenkäse wird in Salzlake gereift und hat einen intensiven Geschmack. Glücklicherweise verfügt diese besondere Käsesorte nur über einen sehr geringen Laktoseanteil. So kannst du die Würze des östlichen Mittelmeers auch ohne Bauchschmerzen zu dir nehmen.

 

Gorgonzola

 

Der norditalienische Blauschimmelkäse besteht aus Kuhmilch, Lab und Salz, die mit einer Edelpilzkultur versetzt werden. Auf dem ersten Blick ist es also nicht verwunderlich, dass man denkt, dieser Käse würde eine ganze Menge Laktose beinhalten. Aber Pustekuchen: Gorgonzola gilt als milchzuckerarm. Das liegt daran, dass die Laktose im Laufe der Fermentation, welche mit dem Prozess der Käseerzeugung einhergeht, von den Milchsäurebakterien verbraucht wird. Das bedeutet, dass fertig produzierter Gorgonzola nur noch extrem reduzierte Restmengen des Milchzuckers enthält. Glück gehabt!

 

Kefir

 

Das dickflüssige Sauermilcherzeugnis, welches ursprünglich aus der Kaukasus-Region stammt, ist in Russland schon seit vielen Jahren als heilsames Getränk für Darmbeschwerden bekannt. Klingt komisch oder? Denn immerhin ist es ja ein Milchprodukt. Da mag man meinen, dass dieses doch vor allem bei laktoseintoleranten Personen eine Ursache für Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt ist. Doch falsch gedacht. Kefir unterläuft einem ähnlichen Prozess wie Gorgonzola. Auch hier wird der enthaltene Milchzucker zu Milchsäure abgebaut, sodass der Verzehr kein Problem darstellt. Worauf du jedoch achten solltest, ist, dass du nicht zu einem milden Kefir greifst. Dieser enthält nämlich mindestens 2 g Laktose pro 100 g und könnte für dich schwer zu verdauen sein!

 

Bitterschokolade

 

Ein Leben ohne Schokolade? Klingt gar nicht mal so gut. Aber das muss auch nicht sein. Zwar solltest du die Finger von Milchschokolade lassen, Bitterschokolade jedoch kannst du problemlos naschen. Diese ist nämlich aufgrund ihrer Inhaltsstoffe von Natur aus laktosefrei. Sie besteht lediglich aus Kakaomasse, -butter und Zucker. Zudem werden der dunklen Schokoladen generell mehr positive Eigenschaften für deine Gesundheit zugesagt als Schokolade mit geringerem Kakaoanteil. Du musst der zarten Versuchung also nicht komplett widerstehen.

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