4 mögliche Gründe warum Laktase Tabletten bei Dir nicht ihre Wirkung zeigen

08.09.2017 10:00

4 mögliche Gründe

Du hast Dir ein Laktase-Präparat auf Empfehlung vom Internet oder Deinen Freunden gekauft aber bei Dir zeigt es keine Wirkung? Die typischen Beschwerden treten bei Dir immer noch auf? Wir helfen Dir mit 4 Tipps und zeigen Dir, worauf Du bei der Einnahme von Laktase-Präparaten achten solltest.


Laktase Wieso wirkst du nicht?

Du möchtest Dir trotz Deiner Beschwerden etwas Laktosehaltiges gönnen? Deine Freunde und das Internet haben Dir zu Laktase-Tabletten geraten, die die Beschwerden lindern sollen. Du hast recherchiert und Dir im Internet oder der Apotheke Deine ersten Laktase-Tabletten gekauft. Du wartest gespannt nach der Einnahme und dem Verzehr auf die Wirkung der Tabletten. Doch Du hast nach kurzer Zeit wieder die üblichen Beschwerden?!

Dass Du trotz der Einnahme von Laktase noch weiter Beschwerden hast, ist eigentlich nicht die Regel. Die Einnahme von Laktase ist nicht sehr kompliziert und dadurch auch sehr zuverlässig. Das Enzym Laktase wurde sogar von der Europäischen Lebensmittelaufsicht wegen der einfachen Wirkweise mit einer Dosierung von 4500 FCC anerkannt (in der Regel werden 90% aller geprüften Stoffe nicht anerkannt). Ob in Tablettenform oder in einer Kapsel – das Laktase Enzym gelangt nach der Einnahme in den Magen, wird dort freigesetzt und vermischt sich mit dem Speisebrei und der Magensäure. Das Enzym spaltet den Milchzucker, wodurch die typischen Beschwerden, wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall nicht mehr auftreten. Eigentlich kann da nicht viel schiefgehen. Wenn Deine Erfahrung Dich dazu bewegt komplett auf laktosehaltige Produkte zu verzichten, hast Du zwei Nachteile dadurch. Einerseits kannst Du durch die Laktase entspannter durch Deinen Alltag gelangen und Dir auch mal einen Kaffee mit Milch gönnen. Andrerseits unterstützt das Enzym Deine Verdauung und schützt Dich vor Symptomen ohne Dich komplett von Milchzucker zu entwöhnen, um nicht schon allein bei Spuren von Laktose die üblichen Symptome zu bekommen.


Die etwas andere Einnahme

Die Laktase wirkt erst, wenn sie im Magen freigesetzt wurde. Die ideale Einnahme ist durch Tabletten oder auch Kapseln nicht gegeben, da beide ein wenig Zeit brauchen bevor sich das Enzym im Verdauungstrakt freisetzt. Teilweise brauchen die Präparate zwischen 5-20 Minuten um die gewollte Wirkung zu erzielen – eventuell etwas zu lang, wenn Du erst kurz vor einer laktosehaltigen Speise die Tablette oder Kapsel zu Dir genommen hast. Häufig wird empfohlen mehr Tabletten und somit mehr Laktase zu sich zu nehmen. Dies ist aber eine reine Geldverschwendung und unsinnig. Es gibt eine viel einfachere Lösung.

Unser Tipp für Dich: anstatt die Tablette direkt zu schlucken, löse sie durch kauen einfach schon vorher im Mund auf. Falls Du eine Kapsel benutzt, öffne diese und streu den Inhalt in Deinen Mund.

Klingt zu aufwendig? Vertrau uns! Die Wirkung wird durch diese kleinen Tricks um einiges verstärkt. Du sparst dadurch wertvolle Zeit, da das Enzym im Magen sofort seine Wirkung entfaltet.
Du solltest Dir aber merken, dass wenn Du nicht genügend Wasser zu dem Präparat trinkst, ein Teil der Laktase in der unverdünnten Säure Deines Magen zerstört und somit die Wirkung beeinträchtigt werden könnte.

Wenn Du das Beste aus Deinem Präparat herausholen möchtest, dann nimm sie frühzeitig 5-20 Minuten vor der Mahlzeit ein oder öffne beziehungsweise zerkaue sie unmittelbar mit der Mahlzeit. Das wirkt dann wie ein Schutz, der die Magensäure aufnimmt und dem Enzym dabei hilft im Säurebad nicht unterzugehen.


Up-to-Date Dosierung

Ein Blick auf die Dosierempfehlung etwas älterer Präparate zeigt, dass eine empfohlene Einnahmemenge für 5g Milchzucker (Laktose) bei 1.000 FCC Einheiten lag. Ein 100ml Glas reine Milch enthält ca. 5g Laktose. 1.000 FCC-Einheiten reichen zwar im Reagenzglas aus um 5g Laktose zu spalten, doch in Deinem Magen kämpft die Laktase gegen Säure und Verdauungsenzyme an, die ihr sehr zu schaffen machen und auch die Wirkung reduzieren. Deshalb würden 1.000 FCC nicht für ein Glas Milch ausreichen um Deine Beschwerden zu lindern. Leider sind die veralteten Dosierungsangaben weiterhin auf manchen Foren oder auf Blogs aufzufinden und verwirren eventuell den ein oder anderen Neuling.

Unser Tipp deshalb: lass Dich nicht von den veralteten Dosierempfehlungen verwirren und nimm einfach eine halbe oder eine ganze LactoJoy pro Mahlzeit ein. So bist Du auf der sicheren Seite.


Pawlows Versuche und Deine Symptome

Vielleicht kennst Du noch die legendären Versuche von Pawlow, der seine Hunde immer direkt nach einem Glockenspiel gefüttert hat. So wurden die Hunde darauf gepolt schon während des Glockenspiels mit vorzeitigem Speichel im Mund auf ihr Essen zu warten. Mit Deinen Symptomen könnte es ähnlich sein. Dein Körper hat sich eventuell wie bei Pawlows Hunden darauf eingestellt, auf laktosehaltige Produkte unmittelbar nach der Aufnahme mit Durchfall und oder Blähungen zu reagieren. Die Symptome treten somit auf, bevor die Laktose überhaupt in Deinem Köper verarbeitet wurde. Falls dies bei Dir der Fall sein sollte, ist es nicht die Laktose, die die Symptome auslöst. Es ist Dein Körper, der gelernt hat, Dich mit Durchfall und Blähungen vor den Schäden der Laktose zu schützen. Also scheint es wohl die Konditionierung wie bei Pawlows Hunden zu sein, die dabei eine Rolle spielt, dass Du Durchfall bekommst und die Präparate bei Dir keine Wirkung zeigen. Leider wurde dieses Phänomen noch nicht ausreichend erforscht und der Auslöser ist somit noch nicht ganz klar. Es mag der Geruch, Geschmack oder auch die Konsistenz von laktosehaltigen Produkten sein, welches Deinem Köper die Alarmglocken ringen lässt. Um diesen natürlichen Schutzmechanismus Deines Körpers wieder abzustellen, hilft Dir kein Laktaseenzym. Es empfiehlt sich laktosehaltige Produkte für ein oder zwei Wochen drastisch zu reduzieren und danach erst wieder langsam laktosehaltige Produkte zu Dir zu nehmen. Gewöhne Deinen Körper erst wieder langsam an die Laktose und überfordere ihn nicht. Nur so kannst Du Erfolge erzielen. Aus Erfahrung kann so eine Diät die Verträglichkeit von Laktose verbessern beziehungsweise die Einnahme der Laktase-Tabletten wieder nützlich machen.


Andere Gründe - Die Dünndarmfehlbesiedlung

Aus unserer Erfahrung hilft Laktase bei einer Laktoseintoleranz im Grunde immer! Wenn Du bei der Einnahme und Dosierung alles richtig gemacht und Deinem Köper sogar eine Auszeit von laktosehaltigen Produkten gegeben hast, Du aber trotzdem die üblichen Symptome bekommst, liegt das Problem vielleicht woanders. Du kannst eine Dünndarmfehlbesiedlung haben und dagegen ist jedes Laktase-Präparat machtlos.

Eine Dünndarmfehlbesiedlung ist kurzgesagt ein Problem in der Darmgegend, das auch Beschwerden wie Blähungen verursachen kann, jedoch nicht ausschließlich durch Laktose hervorgerufen wird, sondern auch durch Traubenzucker oder Ähnliches. Auch wenn Du eine Laktoseintoleranz vom Arzt diagnostiziert bekommen hast, helfen Dir in diesem Fall die Laktase-Präparate nicht weiter. Das liegt an Deinem Dünndarm.

Zur Erklärung: Zwischen dem Magen und dem Dickdarm liegt der Dünndarm, der bei der Verdauung eine sehr große Rolle spielt. Im Dünndarm werden viele Nährstoffe aufgenommen oder soweit verdaut, dass Dein Körper sie aufnehmen kann. Im Magen und Dünndarm tummeln sich zehntausende Bakterienkolonien, während im Dickdarm einige Milliarden Bakterien vorhanden sind. Die Bakterien sind wichtig für unsere Verdauung und helfen dabei Nahrung aufzuspalten, uns gegen Krankheiten zu verteidigen oder Vitamine herzustellen. Kohlenhydrate aus der Nahrung werden im Dünndarm resorbiert und alles, was dort nicht verarbeitet wurde, gelangt weiter in den Dickdarm. Diese beiden Abschnitte sind voneinander getrennt. Doch es kann passieren, dass die Klappe zwischen Dünn- und Dickdarm nicht richtig schließt, weshalb Bakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm gelangen können und dort die Kohlenhydrate resorbieren zu beginnen. Diesen Fehler im Darm nennt man „Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms“.

Bei Deiner Laktoseintoleranz wirken dann zwar die Präparate, aber durch die Fehlbesiedlung bekommst Du trotzdem die üblichen Symptome, da die Laktose von Deinem Dünndarm nicht mehr zerteilt und aufgenommen werden kann. Sie schwimmt unverdaut im Dünndarm herum und ist ein gefundenes Fressen für die Darmbakterien aus dem Dickdarm. Die Laktase-Präparate helfen dann nicht mehr, denn sie spalten den Milchzucker unter anderem auch in Traubenzucker (Glukose) auf. Bakterien fressen Glukose sehr gern. Deshalb macht bei einer Dünndarmfehlbesiedlung sogar der gespaltene Traubenzucker Probleme. Teilweise merkst Du die Probleme auch dann, wenn Du gar keine Milchprodukte zu Dir genommen hast.

Falls Du trotz weniger oder keinen laktosehaltigen Produkten Beschwerden bekommst, solltest Du das Gespräch mit einem Arzt aufsuchen. Ein Atemtest mit Traubenzucker könnte Klarheit verschaffen, ob Du eventuell eine Dünndarmfehlbesiedlung hast.

Anderenfalls hilft Dir LactoJoy bei einer Laktoseintoleranz. LactoJoy ist ein sehr hochdosiertes Laktase-Präparat, welches ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten besteht. Daher ist LactoJoy besonders verträglich.

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