10 spannende Fakten über Milch und Milchprodukte

14.09.2018 14:00

10 spannende Fakten über Milch und Milchprodukte

Dass Milch unfassbar lecker schmeckt und man sie vielseitig in der Küche einsetzen kann, ist dir sicherlich bekannt. Doch es gibt noch viele andere interessante, witzige und skurrile Dinge, die mit Milch in Zusammenhang stehen. Was das sein kann, haben wir hier einmal für dich zusammengefasst. 

 

Von Deutschland in die Welt

 

Der Außenhandel mit Milchprodukten hat für die deutsche Milchwirtschaft einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2016 wurden 32,7 Millionen Tonnen Kuhmilch erzeugt. Etwa die Hälfte davon, nämlich 16,6 Millionen Tonnen, waren für den Export bestimmt. Im Vergleich: nur etwa 12,3 Millionen Tonnen werden nach Deutschland eingeführt. Hierbei handelt es sich überwiegend um den beliebten Käse aus Frankreich und den Niederlanden. Dennoch bleibt Deutschland ein Nettoexporteur. Das bedeutet, dass mehr exportiert als importiert wird. Das Milchprodukt, welches hauptsächlich aus Deutschland exportiert wird, ist Käse. Zu den größten Abnehmern zählen Österreich und Italien. Aber auch außereuropäische Staaten wie Südkorea und Japan erhalten jährlich eine riesige Menge an deutschen Käseerzeugnissen.

 

52 Liter Milch pro Kopf

 

Milchprodukte spielen trotz der veränderten Essgewohnheiten und der immer größeren Vielfalt an Lebensmitteln stets eine große Rolle in der Ernährung der Deutschen. Pro Kopf wurden im Jahr 2016 durchschnittlich 52 Liter Milch getrunken. Das beliebteste verarbeitete Milchprodukt ist mit Abstand der Käse: 25 Kilogramm pro Person wurden verspeist, davon acht Kilogramm Frischkäse. Auch Joghurt tanzt mit an der Spitze: Im vergangenen Jahr löffelte jede Person durchschnittlich etwa 17 Kilogramm des vielfältig einsetzbaren Milchproduktes.

 

So schön wie Cleopatra

 

Cleopatra war und ist nicht nur als Königin vom Nil, sondern auch für ihre Schönheit und Klugheit bekannt. Dass Milch einen großen Beitrag dazu leistete, wissen aber die wenigsten. Angeblich verwöhnte sie ihren Körper regelmäßig mit Eselsmilchbädern. Angereicht mit Honig und Kräutern. Das Ganze ist gar nicht so abwegig. Die Bestandteile von Esels-, aber auch Kuhmilch – vor allem Milchfett, Milcheiweiß und Milchsäure – binden Feuchtigkeit und schützen die Haut so vor dem Austrocknen. Durch diese Pflege wird sie geschmeidig und zart. Für ein Milchbad gibst du einfach ein bis zwei Liter Vollmilch in dein Badewasser. Wenn du magst, kannst du auch noch ätherische Öle oder ein wenig Honig dazutun.

 

Der neue Stern am Modehimmel?

 

Als die Mikrobiologin und Modedesignerin Anke Domaske auf der Suche nach chemisch unbehandelter Kleidung war, kam ihr eine interessante Idee: Sie entwickelte eine Technik, mit der das Milcheiweiß Casein in einen Kleiderstoff verwandelt wird. Und gründete das Unternehmen QMILK. Für ihre Produkte, welche sich mittlerweile überwiegend auf Naturkosmetik konzentrieren, nutzt sie Non-Food-Milch, welche sonst weggeschüttet werden würde. So hilft sie zum einen dabei, die Milchverschwendung zu reduzieren. Zum anderen kann der natürliche Kleidungsstoff das Leben von Textilallergikern erleichtern.

 

Ein käsiger Rekord

 

Vier-Käse-Pizza? Langweilig! Immerhin gibt es hunderte von Käsesorten auf der Welt. Theoretisch­­­ könne jeder Bissen anders schmecken. Das haben sich auch junge Pizzabäcker in Berlin-Charlottenburg gedacht und setzen den Gedanken in die Tat um. Mit 111 Käsesorten auf einer Pizza knackten sie den bisherigen Weltrekord und durften ihre Pizzeria in das Guinness-Buch der Rekorde eintragen lassen. Davor kam die Rekordpizza aus Portland. Dort zierten ganze 101 verschiedene Käsesorten den knusprigen Teig. Dieser Rekord wurde jedoch nie überprüft und war somit nicht offiziell eingetragen.

 

Die teuerste Milch der Welt

 

Falls du mal in die Milchproduktion einsteigen willst, solltest du vielleicht über Mäusemilch nachdenken. Denn für einen Liter kann man rund 20.000 € verlangen. Mäusemilch wird aber lediglich zu Forschungszwecken genutzt, z.B. für die Entwicklung eines Malariaimpfstoffes. Bis zu 4.500 Mäuse müssen gemolken werden, um einen Liter ihrer kostbaren Milch zu gewinnen. Eine Pipette hilft dabei, die Mäuse zu melken, wobei etwa 0,25 ml Milch in einer halben Stunde gesammelt werden. 1981 wurde an der Universität Ulm eine Mäusemelkmaschine entwickelt. Laut Angaben der Entwickler wurde diese 1992 an ein Wiener Forschungsinstitut weitergegeben.

 

Milch-Abo für den Olympiasieger

 

Oft werden den Olympia-Athleten Prämien von ihrem Heimatland versprochen, insofern sie eine Medaille mit nach Hause bringen. Südkoreanische Medaillengewinner beispielsweise müssen nicht den Wehrdienst antreten. Britische Sportler können ihre Gesichter nach einem erfolgreichen Turnier auf Briefmarken der Royal Mail wiederfinden. Und Nigeria belohnt seine Top-Athleten nun mal damit, dass sie ein Jahr lang gratis Milch erhalten.

 

Milch macht müde Männer müde

 

Oma hat es schon immer gesagt: Warme Milch hilft beim Einschlafen. Am besten kombiniert mit einem Teelöffel Honig. Das liegt daran, dass Milch hohe Mengen des Hormons Melatonin und der Aminosäure Tryptophan enthält. Diese beiden Stoffe sind sehr wichtig für die Schlafsteuerung. Und fördern einen angenehmen Nachtschlaf.

 

Wieso Milch weiß und Käse gelb ist

 

Milch besteht aus Wasser, Eiweiß, Fett, Milchzucker, Vitaminen und Mineralstoffen. Für die Farbe sorgen Eiweiß und das Fett, welches in feinen Tröpfchen im Wasser verteilt ist. Trifft Licht auf die Fett-Tröpfchen, wird es reflektiert und in alle Richtungen zerstreut – auch zurück auf die Milch. Dort trifft es auf weitere Tröpfchen und das Lichtspiel wiederholt sich. Das menschliche Auge nimmt diese Reflexion als weiße Farbe wahr. Die Farbe von Käse hingegen hängt von seiner Reifezeit, seinem Fettgehalt und der Menge an Gras ab, die die Kuh gefressen hat. Gras enthält reichlich Beta-Carotin. Dies ist ein Naturfarbstoff, welcher auch in Milch vorkommt. Da er dort aber von anderen Stoffen gebunden wird, erscheint die Milch weiß. Bei der Herstellung von Käse, und auch Butter, wird das Beta-Carotin wieder freigesetzt. Dadurch erhält Käse seinen gelblichen Farbton. Zudem gilt: Je höher der Fettgehalt von Käse und je länger er reift, desto kräftiger wird das Gelb.

 

Du möchtest schöne Pflanzen? Greif zu Milch!

 

Es gibt zahlreiche Hausmittel, die für ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bekannt sind. Doch hast du schon mal gehört, dass Milch dir auch in deinem Garten nützen kann? Es dient zum Beispiel wunderbar als Pflanzendünger. Die in der Milch enthaltenen Aminosäuren können vor allem von Tomaten und Rosen gut durch ihre Wurzeln aufgenommen werden und gedeihen dadurch besser. Auch wird Milch oft als Pflanzenschutzmittel angepriesen, da sie gegen Pilzbefall wirkt.

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