10 Hausmittel gegen Deine Erkältung

23.11.2015 15:04

 
Wenn die Tage kälter und nasser werden, ist sie oft schneller da, als dir lieb ist: Die Erkältung. Obwohl die Symptome lästig sind und du dich nicht selten wirklich elend fühlst, ist bei einer normalen Erkältung die Einnahme von Medikamenten nicht immer notwendig. Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die deine Beschwerden ebenso lindern können. Wir haben dir zehn Hausmittel zusammengestellt – zusammen mit dem Klassiker unter Omas Hausmittelchen: Einem Rezept für eine gute Hühnerbrühe gegen Erkältung. Gute Besserung!

  1. Frische Luft tanken

Trockene Heizungsluft ist schlecht für deine Schleimhäute und begünstigt den Hustenreiz, deswegen solltest du bei einer Erkältung nicht gleich zum Stubenhocker werden. Warm anziehen und raus an die frische Luft, heißt die Devise – zumindest, wenn du kein Fieber hast. In der Wohnung solltest du auf eine gut befeuchtete Luft achten. Dazu kannst du feuchte Tücher oder eine Schale Wasser auf die Heizung legen.

  1. Viel (Tee) trinken

Ein wärmender Tee ist eine Wohltat bei jeder Erkältung. Doch nicht nur die Wärme und viel Flüssigkeit tun dabei ihr Gutes. Bestimmte Kräuterteesorten können zusätzliche heilende Wirkung haben. Lindenblütentee lindert den Hustenreiz und erleichtert das Abhusten, Fencheltee beruhigt den Hals, Kamille desinfiziert und fördert die Heilung von gereizten Stellen. Honig im Tee stärkt das Immunsystem und wirkt beruhigend auf den Hals.

  1. Die Erkältung einfach auss(chw)itzen

Bei einer normalen Erkältung hilft dir eine Schwitzkur beim Genesungsprozess. Das Anwärmen der Schleimhäute und die damit verbundene erhöhte Durchblutung erhöht nämlich die Immunabwehr im Bereich der Schleimhäute. Schwitzkur heißt nun aber nicht, Extremsport zu treiben (davon solltest du die Finger lassen!), sondern Folgendes: Zieh dich schön warm an und setz dich mit einer Wärmflasche im Nacken hin, die Füße legst du in ein sehr warmes Fußbad, nebenbei trinkst du einen großen Becher mit Holunderblüten- oder Ingwertee – die wirken zusätzlich schweißtreibend. Anschließend legst du dich ins Bettchen (eventuell die Kleidung wechseln). Die Schwitzkur solltest du auf keinen Fall bei Fieber machen!

  1. Zwiebelsaft & Co.

Er ist Segen und Fluch zugleich: Omas Zwiebelsaft trägt zwar nicht gerade zur sozialen Integration bei, ist aber zu recht ein wirksames Hausmittel bei Husten. Dazu einfach eine Zwiebel klein hacken und mit Honig übergießen, über Nacht zugedeckt ziehen lassen und über den Tag verteilt teelöffelweise zu sich nehmen. Die Zwiebel enthält nicht nur viel Vitamin C, sondern löst dank ihrer ätherischen Öle auch den Husten, wirkt desinfizierend und entzündungshemmend, sowie schleim- und krampflösend. Nicht umsonst ist die Zwiebel übrigens Heilpflanze des Jahres 2015! Alternativ zur Zwiebel kannst du auch schwarzen Rettich verwenden. Auch Lauch, Chicorée und Knoblauch solltest kannst du während der Erkältungszeit vermehrt verzehren.

  1. Von Quark, Kartoffeln und anderen Wickel-Methoden

Bei Halsschmerzen kann ein kalter Halswickel helfen. Denn die schnell aufgestaute Körperwärme wirkt so wie eine Wärmeanwendung, fördert die Durchblutung und somit die lokale Abwehr. Andere wiederum schwören auf den traditionellen Quarkwickel – dabei wird der feuchtkalte Wickel mit frischem Quark bestrichen und mit der Quarkseite um den Hals gewickelt. Wenn du kalte Wickel eher als unangenehm empfindest, kannst du auch zerstampfte gekochte heiße Kartoffeln in ein Tuch wickeln und die dann etwas abgekühlte Packung um den Hals wickeln. Das löst den festsitzenden Schleim. Auch bei Ohrenschmerzen wirkt diese Auflage übrigens schmerzlindernd.

  1. Kochsalz gegen Schnupfnasen

Deine verstopfte Nase kannst du mehrmals täglich mit einer Kochsalzlösung (0,9 % Natriumchlorid) spülen. So werden die Krankheitserreger von den Schleimhäuten abgespült und die Nase befreit. Übrigens kannst du solch eine Spülung auch vorbeugend einsetzen.

  1. An die Gurgel gehen

Wenn der Hals schmerzt, liegt das meistens an der trockenen, gereizten oder entzündeten Rachenschleimhaut. Daher ist eine regelmäßige Befeuchtung der wunden Schleimhaut ratsam. Gibst du deiner Gurgellösung noch Salbei oder Kamille hinzu, wirkt das zusätzlich entzündungshemmend und fördert so die Wundheilung. Auch eine Leinsamlösung verhilft der Schleimhaut zur Heilung. Dabei kannst du einen Teelöffel mit Leinsamen mit einem viertel Liter Wasser übergießen und etwa 20 Minuten ziehen lassen, danach die Leinsamen aussieben und mit dem Leinsamenwasser regelmäßig gurgeln.

  1. Der Duft von Eukalyptus und Minze…

…ist nicht nur bei einer Erkältung angenehm. Bei einer verstopften Nase lösen sie aber den Schleim. Auch der Duft von Rosmarin- oder Thymianöl wirkt sich positiv auf die Schleimhäute aus. Wenn du es noch entspannter haben möchtest, kannst du dir auch ein richtiges Erkältungsbad machen, alternativ auch mit Latschenkiefer- oder Lavendel. Viele Erkältungsbadezusätze enthalten genau diese ätherischen Öle.

  1. Mach dir dein Dampfbad

Ähnlich wie ein Erkältungsbad wirkt auch ein Dampfbad zum Inhalieren. Dabei musst du nicht unbedingt ein spezielles Inhalationsgerät besitzen. Eine Schüssel mit kochend heißem Wasser, den Kopf mit einem Handtuch abgedeckt etwa 10 Minuten drüber halten: Fertig ist dein Dampfbad. Verstärken kannst du die schleimlösende Wirkung noch, indem du dem Wasser Kochsalz hinzufügst oder Salbeiblätter.

  1. Aus Omas Küche: Die Hühnersuppe (inkl. Rezept)

Auf den Klassiker unter Omas Rezepten solltest du bei keiner Erkältung verzichten: Die heilsame Wirkung von Hühnersuppe wurde inzwischen nachgewiesen. Die Blockierung bestimmter weißer Blutkörperchen verhindert Entzündungen der Schleimhäute. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Vitamine und Zink stärken unser Immunsystem. Außerdem wirkt eine Schale mit heißer Hühnersuppe wie ein Dampfbad: Der eingeatmete Dampf befeuchtet die Schleimhäute und löst den Schnupfen. Wenn du Sorge hast, dass dich Hühnersuppe nicht satt machst, kannst du die Suppe auch mit Nudeln, Grießklößen, Reis oder einem Stück Brot aufpeppen. Wir haben dir ein tolles Hühnersuppenrezept à la Oma zusammengestellt – natürlich laktosefrei. Gute Besserung!
 

Zutaten:

  • 1 Suppenhuhn (etwa 2,5 kg)

  • Salz

  • 1 Bund Suppengrün

  • 2 Lorbeerblätter

  • 5 Pfefferkörner

  • 1 Zwiebel

  • etwas frische Petersilie

  • 4 Möhren

  • 250 g TK-Erbsen

  • frisch gemahlener Pfeffer

  • 1/2 Bund Petersilie


Zubereitung:

  1. Suppenhuhn gründlich waschen (innen und außen) und den Schwanz („Bürzel“) abschneiden. Huhn in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser auffüllen, sodass es knapp bedeckt ist. Salzen und aufkochen lassen. Regelmäßig den Schaum auf der Oberfläche mit einer Schaumkelle abschöpfen, sonst trübt die Suppe ein.

  2. Suppengrün (geputzt und gewaschen) in Stücke schneiden, gemeinsam mit Lorbeerblättern, Pfefferkörnern, halbierter Zwiebel und Petersilie in den Topf geben. Mit fast geschlossenem Deckel alles bei kleiner Hitze etwa zwei Stunden köcheln lassen.

  3. Suppenhuhn vorsichtig herausnehmen und Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Möhren und Erbsen hinzugeben und gar kochen, gegen Ende das Fleisch dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe in Teller füllen und mit der gehackten Petersilie bestreuen.                                                                                                                                                                                                                                           shutterstock.com/dirima


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